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SwissOpenTrial 2011: Darla (Lightspeed Darjeeling) 3.Platz v. 58 Startern, (exequo L.Fini/Dan)

Als ich 2009 mit meiner Darla beim Continental in der Schweiz war, dachte ich damals, wow, das ist ein super Feld, das wär was für meine kleine Maus, wär schön, hier mal zu starten. Ja, heuer war es soweit.

  Donnerstag morgens fuhr ich los, kam mit meinem Bus mitten in der Nacht an und mußte um 6Uhr aus den Federn, da die Parcoursbesprechung auf Feld C schon 7:45 begann. Wir waren also bei Sonnenaufgang dort - wunderschön, Traumwetter, das übrigens zu unser aller Glück bis Sonntag Abend angehalten hat (mit kleinen Regenschauern dazwischen - TraumTrialWetter). Alle Parcours waren britische, also klassisch, auf drei verschiedenen Feldern, mit jeweils ca. 300m outrun bis auf Feld B, das unserer Schätzung nach länger war, ca. 450m. Feld C war sehr breit und hatte Senken und akustische Schwierigkeiten, das schwerste waren allerding die sehr unterschiedlichen Schafe, buntgemischt kamen sie aufs Feld, da war alles dabei, langsam, schnell, störrisch, tricky, hysterisch unführbar etc.

Mein erster Lauf auf C war mittags mit einer total hysterischen Gruppe von Lämmern ohne Leittier, die orientierungslos durch die Gegend liefen und keiner Linie folgten bzw. von Darla nur sehr schwer kontrolliert werden konnten, daher verloren wir auch die Punkte vom Fetch und hatten ein timeout beim Single. Na das fing ja gut an.

Nachmittags dann unser 2. Lauf auf Feld A (Feld vom Continental 2009, aber nur der obere Teil quer), mit einem Outrun-missverständnis Darlas und einem rel. schlechten Lift, der uns zu viele Punkte kostete um vorne mitspielen zu können, der Rest des Laufes war sehr schön. Der Freitag war also noch nicht unser Tag. Mittlerweile hatte ich mich am Campingplatz häuslich eingerichtet, Heizung im Bus, kuschelig angenehm mit meinen beiden Hunden Darla und Glen. Zony durfte wieder mal bei Daniela in St.Andrä/Königstetten bei den Schafen bleiben. Vielen Dank an Dani fürs Aufpassen! Ohne dich könnte ich viele Trials nicht so sorglos absolvieren!

Abends saßen wir dann im warmen Saal und aßen schweizer Raclette im Kreise unserer vielen alten und neuen Sheepdogfreunde. Es war wunderschön, harmonisch und total entspannend, wieder mal mit so vielen Gleichgesinnten über BorderCollies und die Welt plaudern zu können. Besonders hab ich mich über Patrick und seine Freundin gefreut, die unsere Runde mit viel Witz und guter Laune bereichert haben. Die beiden waren Teil der Organisation und stellten tagsüber die Schafe für die Läufe. Dank hier an die tolle Organisation, die Schafbesitzer, die Grundbesitzer und die Schafsteller, es war alles seeeehr erfreulich!

   Der Samstag begann für uns auf Feld B, unser 3. Lauf, jenes Feld, dessen Ende man kaum erspähen konnte, so lang war es. Ich schickte Darla rechts, obwohl rechts ein wenig stauchte, Darla war erst am halben Outrun, da der erste Schock, die Schafe rannten am Ende des Feldes nach links, Darla mußte noch gute 200m laufen, um sie überhaupt zu erreichen, coverte sie dann gute 60m links vom Liftingpost, liftete sie sauber und brachte sie von dort auf schnurgerader Linie zum Fetchgat, das wir sauber mittig schafften, dann ein wunderbar gerader Drive, perfektes Tempo, schneller, sauberer Shed, Pen, Single. Ich war sehr zufrieden, ging aber zum Judge und fragte, ob es OK war, daß ich die Schafe von links drüben geliftet und dann auf direkter Linie zum Fetchgate gebracht hatte. Er meinte das wäre perfekt gewesen, wie in den Rules for Trial festgehalten, er hätte mir einen cleanen Outrun und Lift gegeben, ich war zufrieden.

Dann nachmittags Feld C, oh Gott mein Lieblingsfeld :-(  doch diesmal hatten wir eine gute Schafgruppe und einen recht guten Lauf unter diesen Umständen. Als ich dann Abends in die Hütte kam, erwarteten mich schon einige Freunde und klopften mir auf die Schulter. Super, Junge ein 100er! Waaas, wo? Ja auf Feld B hatten wir den Tagessieg mit 100Punkten und, jetzt kommts, auch auf Feld C hatten wir den Tagessieg mit 88Punkten und den bis dahin höchsten Wert. Ich schwebte im Himmel.  Und als alle anfingen von Sieg und Stockerl zu reden, nahm ich mich sehr zurück und wollte mich nicht zu früh freuen, es kam ja noch ein Tag, aber immerhin lagen wir seeeehr gut. Wir hatten dann noch ein recht gutes Galadiner und wieder tolle Stimmung. Sogar gute Musik wurde für uns alle aufgelegt, meine liebe Kollegin Caro Pilz, die ihre beiden Hunde startet, genoss offensichtlich ebenfalls die schöne Zeit. Ich zog mich etwas früher zurück und hatte eine sehr erholsame Nacht.

Sonntag war ich dann schon etwas nervös, als ich auf Feld A meinen 2.Lauf hatte, wußte ich doch, daß, würde ich dort ebenfalls gewinnen, wären meine Chancen auf einen Stockerlplatz wirklich groß. Darla hatte einen perfekten Outrun, Lift, Fetch, Drive (incl. des rechten Drivegates, das kaum jemand erwischte, weil es, wie bei der österr. Mühlviertelmeisterschaft wie eine optische Täuschung dastand), super Shed und dann…, leider ein verpatzter Pen und ein reingesprungenes Schaf beim Single, also kein perfekter Lauf - ich war etwas enttäuscht, obwohl Darla wirklich soooo brav gearbeitet hatte. Leider, vorbei, dachte ich. In dieser Stimmung ging ich zu Feld B hinunter, dem Riesenfeld. Wieder Outrun nach rechts, sauberer Bogen, ruhiger Lift, schnurgerader Fetch, wieder perfekte Linien und beim Shed konnte ich sogar mein Idealbild verwirklichen, detto beim Single, aufbrandender Applaus, und eine glückliche, fertige Darla. Der irische Judge bedeutete mir noch, daß es ein super Lauf gewesen sei und so ging ich zu Feld A um mir noch einige interessante Läufe anzusehen.

Dann das Warten auf die Ergebnisse, als ich wieder in die warme Hütte kam, war schon einiges los, dann der Moment der Bekanntgabe der Ränge, da ich die Tagesergebnisse noch nicht wußte, hatte ich keine Ahnung, wo wir gelandet waren, und ich nachmittags noch viele seeeehr gute Läufe gesehen hatte, zB. Freddy Potz mit seinem Mac, wundervoll!!! Patrick Palmeri, Luca Fini, Daniel Brechbühl, Anita Hermes mit ihrem Supertollen Mitch, Jürg Haller usw. Ich hoffte, unter den ersten 10 zu landen, aber dann war ich doch sprachlos, als ich an 3.Stelle aufgerufen wurde, exequo mit Luca Fini. Serge v d Zweep hatte mit seinem tollen, jungen Rüden Gary mit 4 und seinem Jim mit 3 Punkten vor uns gewonnen. Gratulation!!!

Gratulation natürlich an alle Teilnehmer und ihre super Hunde, die bei sechs Läufen zeigten, zu welchen Höchstleistungen Mensch und Bordercollie fähig sind. Als die Zeremonie vorbei war, das Reden, Klatschen, Händeschütteln, konnten wir unsere Scoresheets abholen und da stand Anita Hermes und wachelte mir mit einem Zettel zu, dann meinte sie, na, das kannst dir einrahmen lassen - naja, es war Darlas Score auf Feld B: wieder gewonnen, aber diesmal mit 104 Punkten!!!! Somit hatten wir von unseren 6 Läufen 3x gewonnen, was uns natürlich sehr stolz machte. Bravo Darla-Schatz

Nach einer stimmungsvollen und emotionalen Verabschiedungsrunde fuhren wir noch in der Nacht wieder Richtung Österreich, wo wir Montag Abend gesund ankamen. Als Abschluss möchte ich mich bei allen bedanken, die zur Organisation dieses riesigen Events beigetragen haben und allen gratulieren, die diese teilweise sehr schwierigen Parcours erfolgreich beenden konnten und wünsche auf diesem Wege meinen Freunden und Kollegen alles, alles Gute für die Zukunft, viel Erfolg, Freude und Spaß mit den besten Hunden der Welt - unseren Border-Collies. Euch, meine Schweizer Lieblings-Nachbarn, viel Glück!!! Die Fotos hab ich von der SwissOpen Seite geklaut, hoffe, das geht in Ordnung ;-)

Bericht vom World Trial 2011 Lowther/Cumbria GB

Jaaaa, wir waren da – beim World Trial in Lowther/Cumbria GB! Wir, das waren Darla, Glen und ich und natürlich meine Kollegen vom österreichischen Hütehundeteam.

Es war immer mein Traum, einmal mit den legendären Sheepdoghandlern gemeinsam auf einem Trial zu starten, er ist in Erfüllung gegangen, Namen wie Dalziel, Owen, Evans, McGee, Millichap, Welsh, Gallagher, Jones…, Cropper, Watkins, Wilson, Templeton, Davidson und vielen anderen waren unter den ca. 240 besten Sheepdoghandlern der Welt zu finden.

In dieser erwartungsvollen Hochstimmung sind wir nach der gewonnenen Ö.Staatsmeisterschaft nach England aufgebrochen und am Dienstag 13.09.11 glücklich in Lowther bei Penrith angekommen. Gleich bei Ankunft sind wir zum zur Verfügung gestellten Trainingsgelände im nahegelegenen Shap mit den ersten englischen Schafen gefahren. Drei Felder gabs mit unterschiedlich vielen Schafen, wobei das letzte Feld riiiiiiesig war mit 15 schnellen englischen Schafen, die meine beiden Hunde so perfekt gearbeitet haben, als hätten sie ihr Leben lang nur englische Schafe gehabt. Diese Schafe sind perfekt für Borders, da sie weder hysterisch noch extrem eigenwillig sind, sondern die Richtung, die ihnen die Hunde geben, einschlagen und kaum mehr verlassen, sie sind flott unterwegs, rennen aber nicht, wenn der Hund ein gutes pacing hat.

Das Training war also schon traumhaft, so war meine Stimmung total gehoben, als ich ins Camp beim WT einfuhr. Ein Teil unseres Teams war schon da und in bester Stimmung, allerdings trübte das Wetter in Form von heftigem Wind und Sprühregenschauern ein wenig die Stimmung bei mir.

Der Mittwoch war dem relaxen gewidmet und der Anmeldung sowie einer kurzen Parade durch Penrith, die an tausenden freundlich winkenden und lachenden Menschen vorbeiführte und uns zeigte, wie willkommen und hochgeschätzt der Border Collie in diesem Landesteil ist. Hier bei der Parade und bei den Fahrten durch das Land, mit seinen endlosen durch Steinmäuerchen eingegrenzten Weiden und den tausenden und abertausenden Schafen, die wie kleine Schneeflöckchen auf den grünen Flächen in der Ferne aufleuchteten, wurde einem bewusst: hier bin ich im Ursprungsland des Border Collies, hier kommt er her, für dieses Land wurde er gezüchtet, hier fühlt er sich wohl, hier erfüllt er seine wichtigste Aufgabe – die Schafe seiner Menschen zu arbeiten.

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Am Donnerstag wurde es ernst, wir standen früh auf, denn jeder war nervös. Gleich nach den ersten Läufen war uns klar: mit den Schafen war nicht zu spassen, langsam arbeiten, auf die Linien achten, ruhig im Sheddingring, ganz ruhig am Pferch. Ich beobachtete fast alle Läufe vor mir und sehr schnell stellte sich heraus, dass Feld 3 ziemlich schwer war und seine Tücken hatte, obwohl es nicht dramatisch aussah. Viele Handler verpassten das Crossdrivegate weil sie die Kontrolle über die Schafe verloren oder weil die Crossdrivelinie sehr schwer zu sehen war durch die Senken und kleinen Mugel im Gelände.

Der junge, aber tolle Handler Robbie Welsh hatte vor mir seinen Lauf, er verpasste ebenfalls das Crossdrivegate, hatte aber eine perfekte Inwork (Shed/Pen/Single Null points lost!) und 184pts.

Nach dem Lunchbreak kam mein Lauf. Ein wenig nervös war ich schon, als wir zum Pfosten gingen, aber beim Warten auf die Schafe wurden wir beide ganz ruhig und Darla rannte einen perfekten Outrun und liftete perfekt mit 0pts lost. Obwohl ich sie stark bremste, hatte sie ein gutes pacing und unsere Linie am Fetch war bis auf ein kleines Flimmern schnurgerade, dann der Drive, der sehr gut begann bis ich vor dem Drivegate kurz panisch wurde und Darla dadurch 2x zu weit flankierte, die Schafe hatten wir aber durch und nach dem Turn auf einer perfekten Crossdrivelinie. Ich dachte, die Linie ein wenig höher zu nehmen, da so viele Handler vor mir das Tor verfehlten, die Schafe näherten sich in gutem Tempo und erst als sie am Tor waren, sah ich, dass sie vielleicht 1m zu hoch waren, wollten noch reindrehen, aber schrammten dann am oberen Torflügel vorbei, ich ließ mich nicht beirren, blieb ruhig und brachte sie in schöner Linie in den Shedding ring. Beim Sortieren kam ich den Schafen etwas zu nahe, was sie frühzeitig aufsplittete und obwohl ich kein Kommando gab und Darla nicht reinkam verlor ich 6pts, der tatsächliche Shed war aber sehr schön, dann gerade Linie zum Pferch, schwieriges Einpferchen und ein schöner ruhiger Single. Ich hatte stolze 171pts trotz des verlorenen Gates, was auf diesem Feld schon ganz gut war.

Zu diesem Zeitpunkt war ich an 7. Stelle – die besten 7 des Tages kamen in das Semifinale. Gratulation von vielen Tophandlern, was mich sehr stolz auf meine Darla und unseren Lauf machte. Der Wermutstropfen war dann, als mir einer der Richter am Abend erklärte, das verpasste Gate hätte mich 20pts gekostet und somit wäre sich das Semifinale ausgegangen. Aber wir wissen ja,  was wäre wenn, und dann und vielleicht……  

Hier der Link zu Darlas Lauf:  http://www.youtube.com/watch?v=VDkHXwaXAGo

Mit dieser Zufriedenheit und Erleichterung konnte ich mir dann die restlichen Läufe der Quali und die Finalläufe ansehen. Obwohl das Wetter wirklich grauslich war, sah ich so viele tolle Läufe und so viele Top Hunde und einfach die Gewissheit, hier dabeigewesen zu sein erfüllt einen mit Stolz.

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Viele Runden machte ich am erdmatschigen Gelände zwischen Fressstandln, kitschigen BorderCollieBuden, Stickmakern und allem was so zu einem derartigen Event dazugehört. Fish&Chips war z.B. der Hit für 6Pfund. Am Abend wurde gefressen, was das Zeugs hielt und unser österreichisches Team hat am Freitag Abend wohl einiges zur Unterhaltung im Fresszelt mit der traditionellen Musik beigetragen. Auch Freunde aus der Heimat waren da: Mirjam & Günther sowie Magdalena die dort sogar ein paar Wochen Urlaub gemacht hatte.

Alle 4 österr. Starter hatten gute Läufe und ich finde es sehr schade, dass ein aufstrebendes Land wie wir nicht mehr Startplätze bekommt. Ich denke 8 Plätze wären fair  und es gäbe sicher 8 Hunde in Ö, die gut genug wären, außerdem würden 8 Plätze dazu beitragen, dass sich einige noch mehr anstrengen, um dabeisein zu können.

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Es war wirklich ein Fest der Superlative, ich habe viele sympathische und klasse Tophandler kennengelernt und Freundschaften vertieft und bin sehr dankbar dafür. Besonders gratulieren möchte ich nochmals den Topwinnern die wieder einmal gezeigt haben, wozu ein Topteam aus Mensch und Bordercollie fähig ist.

img_0499a.jpg WorldChampion James McGee mit Becca (Ireland)

Gleich nach der Preisverleihung bin ich aufgebrochen Richtung Heimat und auf den ersten hundert Kilometern war ich schon traurig, wieder wegzufahren und nur der Gedanke, nächste Jahr wiederzukommen hat mich mit Freude und Hoffnung erfüllt. Und meine Devise lautet: GB, wir kommen wieder!!! Grüße an alle meine Kollegen, ihr wart super und wir können wirklich stolz auf unsere Läufe sein.

 

Glückwünsche und Nachwuchs

Unsere tapfere und brave Lightspeed Darjeeling (Julie X Celtic) ist vom Continental in Schweden wieder gut heimgekehrt, und wir danken Kathi fürs filmen und stellen hier den Youtube-Link für das Video zur Verfügung. Soll sich jeder selber ein Bild machen, wie schwer dieses Trial wirklich war!

www.youtube.com/watch?v=f13nTsh4Hrc

Das Feld war sehr ungewönlich, mit ineinander verschnittenen Hügeln, die vielen Hunden bei Outruns und Linien Schwierigkeiten machten! Wir sind sehr stolz, dass Wolfgang mit Darla auf diesem komplizierten Feld einen sehr guten Lauf ohne grobe Fehler absolvieren konnten!

Darlas nächste Karrierestation ist das World Trial in Nordengland von 15. -17. September. Daumen können gedrückt werden!

Zum Doppel-Europameister kann man  Jaran Knive mit Maico als Champion und Eddie als Vice-Champion gratulieren! Unglaubliche Leistung!

Nun wieder zu den Lightspeeds:

Lightspeed Express to Coldstream ist mit einem Sieg in der A2 jetzt der erste Lightspeed E, der in die LK3 aufsteigt! Gratulation an ihn und Silvana und toi toi toi in der “Grossen” Klassse!!!

 Eliott, seine Tochter Jeannie, Julie, Flyte

Lightspeed Eliott gratulieren wir dafür zum offiziellen Titel “Österreichischer Schönheits-Champion”. Er ist damit der dritte Lightspeed nach Flyte Vater Lightspeed Aragorn, und Lady Julie. Alle unsere drei Champions gehören zu den vielseitigsten und aktivsten unserer Lightspeeds, die den Champion natürlich mit Arbeitsprüfung errungen haben, und ausserdem in Agility, Obedience und im Hüten sehr aktiv sind!

Flyte hofft, dass er der nächste Lightspeed ist, der seinen Championtitel vollenden kann. Frühestens wird das, wenn wir Glück haben, in Graz 2012 möglich sein. Inzwischen hat er noch ein paar sportliche Stationen vor sich! Für den Herbst planen wir eine GH3, in Agility 3 könnten er schon aufsteigen, wartet aber noch bis seine Mama Julie, die jetzt auch gerne ein wenig in Agility antreten möchte, ebenfalls ihre drei Aufstiegs-Platzierungen hat!

Eines hat sie inzwischen beim ÖGV Jahresmeister in Salzburg am 28. August geschafft, mit einem zweiten Platz in der LK2! Die brave Julie, die ansonsten ja meist am Trialfeld unterwegs ist, will also jetzt auch noch in die LK3 einspringen! ;) Inzwischen habe ich noch ein wenig Zeit, in der LK2 die vielen, vielen neuen und spektakulären Führtechniken zu internalisieren, und ausserdem muss ich so nicht in zwei Klassen starten. (und mir zwei Parcours gleichzeitig merken!!!! Man muss es sich ja nicht noch schwieriger machen als es ohnehin schon ist!!!)

 Flyte, Guin, Julie

Und: Damit wir Lightspeeds nicht so schnell aus dem Herumreisen herauskommen, hat das kleine Guinchen (das sich schon bei den letzten zwei Würfen von Zony und Julie um die kleinen Welpis gerissen hat und den Mamis die allermeiste Pflege- und Welpenliebhab-Arbeit abgenommen hat, während diese sich dafür am Sofa von den anstrengenden Mutterpflichten ausrasten konnten) beschlossen, dass sie jetzt endlich eigene kleine flauschige Welpen haben will! Wir reisen also heute Abend zum feschen, erfolgreichen und freundlichen Blackie of Conquest nach Holland, der schon der Vater von den drei sehr vielversprechenden Lightspeed I’s ist. Nähreres über diese Wurfplanung folgt, wenn ich wieder zurück bin, und Blackie der kleinen Guin sympatisch war! (Sie hat nämlich einen ausgewählten Geschmack, was “ihren” Rüdentyp betrifft! Ich hoffe, Blackie entspricht nicht nur unseren sondern auch ihren Vorstellungen!!!!)

 Guin (Julie X  B.Dalziels Joe)

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 Ron Snoecks Blackie of Conquest

Die Lightspeed G’s gratulieren: Papa Joe wurde zum zweiten mal Scot. Nat. Ch.


2011 Scottish National Champions Bobby Dalziel and Joe. (also 2009 Scottish Nat. Ch. and 2006 Supreme Champion) Pic: Sine Robertson

Am 5.-7. August wurde Bobby Dalziels Joe of Roweburn, Vater unserer Lightspeed G’s, darunter Wolfgangs Glen und meine kleine Guin, zum zweiten Mal Schottischer National-Champion im Schafehüten! Bei der enormen Konkurrenz, die es in Schottland gibt, ist es schon unglaublich, wenn man das einmal schafft. Nur ganz wenige Hunde haben bisher den Titel zweimal erringen können.

Das Scottish National 2011 dürfte zudem besonders schwierig gewesen sein, wenn man nach den Punkten und der Anzahl der Hunde schliessen kann, die bei den scheinbar recht eigenwilligen Schafen letztendlich aufgeben mussten.

Joe dürfte in exzellenter Form sein, denn er hat nicht nur gewonnen, sondern auch noch mit ausgezeichneten 206 Punkten den Zweitplazierten mit 8 Punkten und den Drittplazierten mit 18 Punkten abgehängt.

Die ersten 6 des Schottischen Teams fürs Supreme 2011:

Bobby Dalziel JOE 206
Ian Brownlie MO 198
Robbie Welsh MAID 188 (olf 92 drive 50)
Carl Magnusson LLANFARIAN JIM 188 (olf 92 drive 46)
Michael Shearer CAP 187
Jock Welsh TANHILL SWEEP 183

Wir können also mit Spannung beobachten, ob vieleicht das diesjährige International auch noch einen zweiten Supreme Champion Titel für Joe bereit hält!

Lightspeed-Juli-Erfolge

Beginnen darf Lisa in eigenen Worten, weil sie über ihren Gordy (Lightspeed Hyperspace, jetzt etwas über ein Jahr alt) immer so liebe Berichte schreibt! Wir gratulieren recht herzlich zum fleissigen Training und der geschafften Prüfung!!

‘Ich dachte ich schreib mal wieder ein bisschen was über den kleinen Mann, bin nämlich echt stolz auf ihn.
Ich gehe ja seit letztem Oktober zum Mantrailen und jetzt hat Gordy letzte Woche seine erste Prüfung bestanden. Bei dem Suchhundezentrum gibt es so ein internes Prüfungssystem. Die Prüfungen haben je nach Schwierigkeitsgrad eine bestimmte Farbe. Also weiß ist die Leichteste, dann kommt orange, grün, blau, braun, rot und schwarz. Die Prüfung wird dann nochmal unterteilt in A und B, wobei A einfacher ist und bedeutet, dass der Hund auf weichem Boden sucht und B bedeutet, dass er auf Asphalt suchen muss.
Jedenfalls hat Gordy die Prüfung orange B (laut Trainerin “mit Bravour”) bestanden:) Er hat dann auch gleich ein orangenes Suchhunde-Halsband bekommen. Steht ihm sehr gut. Ich habs versucht für euch zu fotografieren, aber es ist nicht so gut geworden, da der Kleine so ein Kragenbär ist, dass jedes Halsband verschwindet;)

Seit ein paar Wochen haben wir jetzt auch mit dem Agilitytraining angefangen. Ich übe ja schon daheim den Slalom (als Gasse)und das macht er schon super, flitzt ganz schnell durch und findet schon allein die Eingänge.
Meine Trainerin hat mir jetzt Lauftraining verordnet damit ich eine Chance habe wenigstens annähernd meiner kleinen Rakete hinterher (bzw voraus) zu kommen :)
Wenn man dem am Start sieht wird einem wirklich Angst und Bange.
Wenn ich ihn vor dem Hindernis stehen lasse und meine Position einnehme und mich dann umdrehe um ihn freizugeben…..dann steht er da in Lauerstellung, wird immer tiefer und tiefer, die Hinterbeine zittern schon fast vor Anspannung….Man kann fast sehen wie er alle Sprungfedern anspannt:)Und dann schnellt er los wie ein Pfeil :) EInfach der Wahnsinn! Es macht so unglaublich viel Spaß mit ihm zu trainieren.

Ja ansonsten bereiten wir uns auf die Begleithundeprüfung vor die wir im Herbst gerne machen möchten. Er macht auch alle Übungen schon ganz ganz schön.Jetzt kommt wie ich finde der schwerste Teil - die Belohnung(en) herauszögern und seine Konzentration für längere Zeit zu behalten. Aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit und ich denke wir schaffen das schon!’

Beim Weinheberturnier am 24. 07. 2011 in Kirchstetten gewann Verenas Chelsea (Zony X Celtic) die BGH3 trotz strömendem Regen! Gratulation! Beim Sirius-Turnier in Pressbaum Anfang Juli liefen die beiden (ebenfalls bei Regen!) mit 97 Punkten (wenn ich richtig gelesen habe) auf den zweiten Platz in der BGH3. Die kleine Flow (Julie X Cedric) soll auch demnächst von Verena bei einer BH präsentiert werden! Wir freuen uns schon auf Ergebnisse!

 

LS Candy, ihre Tochter Belly und LS Elaine

In Agility gewann Lightspeed Elaine am 23. 07. die LK2 bei der Prüfung in Leoben. Hier das Video von ihrem wunderschönen Lauf! Elaine ist wirklich eine Meisterin der engen Wendungen! http://www.youtube.com/watch?v=YV5q2t_daeI

Von Lightspeed Aragorn, dem inzwischen ziemlich erfahrenen Agility-Weltenbummler (Celtics Sohn und Flytes Vater) gibt es hier ein kleines Vidoeo vom EO in Bad Hall am letzten Juli-WE 2011:  

http://www.youtube.com/watch?v=uNkfcNh2OsE

Und die Hüte-EM-Quali ist nun ebenfalls abgeschlossen mit dem Trial in Langenlois am 23., 24. Juli 2011.

Von unseren Hunden qualifiziert ist zum zweiten Mal Darla (Lightspeed Darjeeling, Julie X Celtic) am zweiten Platz nach Barbaras Tom. Julie selber wäre an vierter Stelle qualifiziert, obwohl wir zum Langenlois-Trial nicht fahren konnten. Leider kann ich Ende August auch nicht von meiner Arbeit weg und muss deshalb ausgerechnet das Continental in einem meiner Lieblingsländer, Schweden, auslassen. Da blutet schon ein wenig das Herz!

Wolfgangs Glen (Lightspeed Glenfiddich, Julie X Sup.Ch. Joe) hat in Langenlois seine Siegesserie fortgesetzt und Klasse 2 gewonnen.

Langenlois-Trial 2011 - Qualifikation für das Continental (EM) in Schweden

Ein langes Wochenende in Langenlois liegt hinter uns. Lang deshalb, weil es bereits am Freitag begann und Sonntag spätabends endete.

Trials in Langenlois bei Willi Klaffl haben ja schon den Ruf, besonders schwer und anspruchsvoll zu sein, weil sein bisheriges Trialfeld in Kombination mit seinen Schafen, den Hunden und Handlern alles an Können abverlangten. Nun hat Willi das Nebenfeld dazugekauft und bot erstmals die Möglichkeit, auf einem wunderschön breiten und langen Feld trialen zu können.

Freitag waren Klasse 1 und Klasse 2 am Programm. Ich war als Richter in Klasse 1 geladen, gemeinsam mit Christa Veits, und wir hatten einen tollen Nachwuchs an Trialhunden zu bewerten. Ich hätte zwar auch Klasse 2 richten sollen, da ich aber meinen Youngster Glen gemeldet hatte, sprang Kathi Gleis gemeinsam mit Christa Veits fürs Richten ein.

Und froh war ich, daß ich die Läufe mit Glen gemacht habe, denn der Bub war einfach wieder eine Klasse für sich. Beim 1.Lauf erhielt er 94 v. 100 Punkten und beim 2.Lauf, aufgrund eines überhysterischen Schafes “nur” 83 Punkte, was aber bei weitem für den bereits 4. Sieg in Serie reichte. Wenn das so weitergeht werde ich wohl o übel bald mit ihm in die Open class (Klasse 3) aufsteigen. Distanzen sind ja für ihn kein Problem. Ich bin wirklich sehr glücklich und stolz auf den erst 17 Monate alten Buben.

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Samstag gabs dann die Qualifikation für die EM mit dem Richter Eric Barfoot aus Nordirland. Der strenge Richter, zwar lustig und sympathisch, schenkte uns nichts. Der lange, lange Samstag endete im Regen mit Willi Klaffls Canda am 1.Rang und meinem Darla-Schatz am 2.Rang sowie dem Czechen Miroslav Kozlov am 3.Rang. Somit waren die Ränge für die EM in Schweden klar.

Mrs Barbara Weinrauch Tom ISDS 270205
2 Mr Wolfgang Lipczenko Darla ISDS 289412
3 Mr Willi Klaffl Canda ISDS 271589
4 Mrs Kathrin Gleis Aimee ISDS 286329
5 Mr Günther Kramer Brad ISDS 279580
6 Mr Hubert Mittmannsgruber Annie ISDS 275374
7 Mrs Kathrin Gleis Cole AT/294314
8 Mrs Caroline Pilz Sky ISDS 289943

Hier nochmals allen Team-Kollegen die allerherzlichste Gratulation zur Qualifikation! Schweden wir kommen!!!!!

Am Sonntag gabs erstmalig in Österreich einen Finallauf mit Doppel-Gather (Doppel-Outrun), was uns Teammembers natürlich besonders freute, da wir sowas ja sonst nie bekommen. Die Startreihenfolge wurde gestürzt, was bedeutete, daß ich mit Darla am Ende des Tages als Vorletzter starten sollte. Mir schwante nichts Gutes. Das Wetter tat sein Übriges, um die Stimmung noch zu verschlechtern. So wartete ich den ganzen Tag mit zunehmenden Kopfschmerzen und konzentriert zusehend bei jedem Lauf vor dem Unsrigen. Mir war schon aufgefallen, daß sie Schafe gegen Ende des Tages immer schneller den Parcours beenden wollten und als ich mit Darla startete, voll konzentriert und gut vorbereitet geschah das, was man am wenigsten wünscht. Nach einem ersten super Outrun mit genügend Distanz zu den Schafen und einem leichten Lift-Stubser Darlas rannte das Pack wie die wilde Jagd Richtung Ausgang, Darla konnte sie noch korrigieren und wenigstens durch das Fetchgate manövrieren, wo sie dann bis zum Post (zu mir) rannten, obwohl Darla längst lag und auf ihr Look-back wartete. Das Look-back nahm sie perfekt aufs erste Kommando, drehte um, lief im weiten Links-Bogen nach hinten, als sie auf ca. 10 Uhr war, jagten die gestellten Schafe in meine Richtung, sprich zu den wartenden Schafen, ich korrigierte Darla am Outrun und ließ sie schräg reinkommen, aber da die Schafe so weit weg waren, konnte sie sie nicht mehr durchs Fetchgate bringen, dann hatten wir einen engen Turn und wieder fetzten die Schafe davon, ich hab sowas erst gaaaanz selten erlebt. Da plötzlich die Unterbrechung: Der Richter gab mir einen Re-Run, wegen der zu früh wegfetzenden Schafe. Ich war zwar etwas verwundert, nahm aber an und hatte nur einen Lauf, um Darla auszurasten, was aber leider nicht reichte, denn die Maus war beim Start des Re-Runs noch immer schwer am Atmen.

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So starteten wir den 2. Lauf, wieder schöner Outrun, wieder wilde Schafe (die wollten einfach nicht mehr), wieder perfekter Look-Back, wieder weiter 2. Outrun, wieder wilder Fetch ohne Fetchgate, so eine Sch….., wenn was schiefgeht, dann gehts gleich komplett. Der Drive war eine wilde Jagd, obwohl ich Darla sehr bremste, mußte ich sie ja doch die Schafe korrigieren lassen. Ein Drive-Gate verpasst. Shedding-Ring, von 10 Schafen die 3 markierten plus 2 unmarkierten abshedden und einpennen. Perfekter Shed und dann beim Pen ein einzelnes Schaf, wo ich immer sage, das ist für den Griller, das außen herumrennt, nicht in den Pferch will, hysterisch herumzickt, einfach nicht will. Mit viel Einsatz und Geduld aber doch eingepfercht. 9 Punkte weg. Fertig! Darla fix und foxi mit bläulichweisser, dicker Zunge, wild und heftig atmend, leicht wankend. Und dann das Unfassbare. Der Richter will mir noch einen Re-Run geben, denn die Schafe waren ja wieder zu früh weggelaufen. Was soll ich tun? Alle Schafsteller sind angefressen, Darla am Ende, meine Konzentration am Ende. Er gibt uns 5 Minuten zum Erholen - lächerlich!!! Ich gehe wieder zum Pfosten, da kommt eine Gruppe Schafe von rechts, die ich zum Sammelpfosten stellen soll, um dann von dort mit Darla das 3.mal den Look-Back-Outrun zu machen. Ich bin sauer und mach mir um Darla Sorgen. Wir stellen die Schafe hin, ich positioniere Darla und will sie senden - und wie erwartet sind ihre Nerven total am Ende, sie zirkelt herum, verliert die Orientierung, zappelt hin und her, bis ich sie nach viel herumgeschrei endlich nach hinten zu den Schafen bringe, dann ein besserer Fetch, aber wieder schnell, zu schnell für die fertige Darla und grad noch das Gate. Und diesen Scheiß hat er dann bewertet. 7 Punkte für den Outrun und 10 Punkte für den Fetch weg, na Danke. Auf sowas kann ich verzichten. Er hat sich nachher 10x entschuldigt, er wollte es nur fair für uns machen, weil er Darla und mich so mag, aber hat es de facto nur schlimmer gemacht. Solche Re-Runs werde ich nie wieder annehmen!!!

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Dieses “Entgegenkommen” hat uns auf den unrühmlichen 10 Platz zurückgeworfen, was das schlechteste Ergebnis ever für Darla ist. Ich hoffe, auch das letzte Mal. Ich ärgere mich nur, daß ich zugelassen habe, meine Darla so an ihr Limit kommen zu lassen. Aber GsD ist sie heute wieder lustig und munter. Und somit werden wir dieses Finale in die Kategorie “schlechte Erfahrungen” einreihen und aus dem Gedächtnis löschen um uns wieder dem Erfolg zu widmen.

Jedenfalls bin ich mächtig stolz auf unsere Qualifikation und Glenchens 3. Sieg in Klasse 2 und insgesamt sein 4. Sieg in Serie. Brave Hunde!

Hohe Wand Trial: Im Auge des Sturms!

Seit der Sommersonnenwende scheint es dem Winter ein besonders Anliegen zu sein, daran zu erinnern, dass er wieder auf dem Vormarsch ist.

Jedenfalls liess er beim Hohe-Wand-Trial am 2. und 3. Juli 2011 in Gaaden heftige November-Stürme über die weiten flachen Felder fegen, die uns nicht nur Kapperl und Hüte vom Kopf rissen und die Kommandos irgendwohin in den Äther vertrugen, sondern auch teilweise zu solcher Höchstform auffuhren, dass man sich mit aller Kraft gegen das Pferchtor lehnen musste, um es offenzuhalten, und dass der Hänger mit den Paletten darin beinahe kopfüber auf zwei daran angehängte Hunde gekippt wäre, hätte Michi (vom sonnigen Garten) sich nicht im rechten Moment auf dessen Deichsel geworfen!

Ausser durch den Sturm war dieses Trial auch wegen der für die “kleineren” Klassen doch sehr weiten Distanzen (im Bild das Fetchgate für Kl. 1, 110 Meter vom Pfosten entfernt- die Schafe standen weitere 20 Meter dahinter) und die nicht immer gehfreudigen Schafe erschwert. So konnte sich der lange Drive schon ziemlich dahinziehen. Gegen Wind bin ich sowieso ziemlich allergisch: Als ich so zum zigsten mal (wegen der zwei Läufe pro Hund, sowie zweier doppelter Extra-Starts mit Cedric und Aslan ausser Konkurrenz)  im Dauer-Gegenwind über das Feld stapfte, mit wind-verheult vampirroten und vom Flugstaub höllisch juckenden Augen, dauernd davonfliegendem Kapperl und schwer eingeschränkter Sicht wegen (ohne Kapperl) wie verrückt herumwehender Haare, kamen mir etliche Male Inspirationen zu angenehmeren Hobbies als gerade diesem! Wie idyllisch zum Beispiel muss Schafwoll-Filzen mit Märchenwolle an regnerischen Sturmtagen sein….. mit einer heissen Schokolade und frischen Waffeln vielleicht…. statt dessen lässt man sich auf einem Feld erst nassregnen und dann davonwehen!! Hach!

Ein denkwürdiger Augenblick in meinem zweiten Lauf mit Cedric war zB. derjenige, in dem ich mich auf das Drivegate zudrehe und mit denke: Bin ich schon so fertig, dass ich gelbe Striche sehe, oder fliegt hier gerade ein Kornfeld in Augenhöhe auf mich zu??? Wie bei Twister dem Film kamen mir hier Dinge entgegen, die normalerweise ein Fehler bei “Alles was Flügel hat, fliegt” wären! In diesem Fall tatsächlich eine ganze Feldlänge Stroh in horizontaler  Fluglage!!

Immerhin: Die Kulisse war ja wieder extrem malerisch, mit den steingrauen Regenwolken, und der Bergwand an der rechten Flanke, sowie den sanft geschwungenen Hügelchen und wogenden goldenen Ährenfelder. Und es gab sogar zwischendurch richtig schöne sonnige Momente!

Die Schafgruppen wurden professionell gestellt, und das Feld war wirklich interessant und anspruchsvoll. Für den massiven Wind kann ja schliesslich keiner etwas!

Ein Dankeschön an Kerstin für das schöne Gelände und die vielen bunten Schafe, und Gratulation für den Sieg mit der kleinen Jena (deren brave Schwester Dianne den zweiten Platz in Kl.2 holte!)

In meinen Augen die Überraschungs-Stars des Tages waren Daniela mit Freni, die ausser Konkurrenz zwei wirklich sehr schöne Läufe hinlegten! Jetzt muss Daniela nur noch pfeifen lernen, denn Freni war wirklich enorm brav bis zu einer Distanz von etwas über 100 Metern, wo sie gegen den Wind einfach die gerufenen Kommandos nicht mehr hören konnte und sich fragend umdrehte und darauf wartete, dass Daniela wieder in Hörweite kam. Aber deshalb geht ja Daniela noch ausser Konkurrenz. Pfeifen und Shedden wird sie über den Sommer schon noch lernen!

Unsere Lightspeeds waren auch recht erfolgreich:

In Klasse 3 gewann Wolfgangs Darla (Lightspeed Darjeeling) vor ihrer Mama Lady Julie.

In Klasse 2 gewann Wolfgangs sehr aufmerksamer und strebsamer Glen (Lightspeed Glenfiddich), und Lightspeed Fire Flyte wurde Vierter.
Klasse 1 war dem kleinen Guinchen, Lightspeed Guineveere, diesmal doch noch ein bisschen zu weit, so wurde sie “nur” Vierte mit ein paar verspielten Twists und Kringeln, die man beim Trial eigentlich nicht unbedingt brauchen kann. Naja, letzte Woche hat sie mich ja sehen lassen, wie sie einmal arbeiten kann. Und durch meine Sommer-Trial-Pause hat sie noch ein wenig Zeit, um in Ruhe fertigzureifen!

Von Richter Matthias Lebang, der aus Norddeutschland angereist, sicher etwas erstaunt war über die Nordsee-Küsten-Wetterlage in unseren Breiten, konnte ich mir auch einen überaus interessanten Trainingstip mitnehmen, den ich natürlich sofort an meinen Hunden ausprobieren muss!!! Bin schon gespannt, ob das so hilft wie ich hoffe!!! ;)

Rebenland-Trial: Glen schlägt zu, Guin schliesst auf!

Sheepdog-Trials als Hobby führen einen bekanntlich in die schönsten Gegenden des Landes, diesmal ganz in den Süden von Österreich, direkt an die slowenische Grenze, ins “Rebenland”, wo Niki Strieder zum ersten Mal einen Bewerb mit den für die südliche Steiermark typischen Krainer Steinschafen, einer gefährdeten Rasse mit deutlich ausgeprägter Persönlichkeit und origenellen Markierungen, ausrichtete.

Vielen Danke, Niki, es war ein wunderschönes, wenn auch recht anspruchsvolles Trial, und das alles in der herrlichen Landschaft mit diesem malerischen Ausblick von der am Berg gelegenen Mostschenke aus!

So sah das Trialfeld von oben aus. Der Fetch-Pfosten ist auf dem Bild nicht sichtbar, da er links von Flyte am Nebenhang positioniert war. Die Hunde mussten also um den ganzen Hang herum, überflankieren, von “Viertel nach” geknickt auf das (hier ebenfalls nicht sichtbare) Fetchgate hinliften und die Schafe dann hinunter in Richtung Handler kippen. Diese Fetch-Strecke sieht man hier auf dem Bild. Sie führt durch eine deutliche Senke, in der Hund und Schafe dann für den Handler ein Weilchen unsichtbar liefen. Hier musste man sich einfach verlassen, dass der Hund mit den Schafen wieder auf einer geraden Linie auftauchen würde!

Hier ist noch einmal der Blick über die Fetchlinie zum Richterzelt (unten am Waldrand), das in der Früh schon aufgebaut war.

Einige Stimmungseindrücke von “unten”, vom Richterzelt und den Reihen der wartenden Teilnehmer und Zuschauer aus. Ganz schön viele Starter waren gemeldet: 27 in Kl.3, 17 in Kl. 2 und 13 in Kl. 1, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Hier der erfahrene,  faire und ruhige Richter Erik Holmgaard, der aus Dänemark angereist war, um uns Punkte für unsere Arbeit zu geben.

Im Hintergrund transportiert gerade Wolfgangs Jungstar Glen (Lightspeed Glenfiddich, 16 Monate) seine Schafgruppe ab! Glen war wirklich der Star des Tages: Nach nur einem (gewonnenen) Trial in Kl. 1 war er diesmal in Klasse 2 angetreten, und legte einen souveränen Lauf hin, bei dem die Schafe keinen Moment der Unsicherheit erlebten, sondern einfach nur sicher geführt über den Parcours wanderten!

Mit sicher und souverän gesetzten Schritten und erstklassiger Kommandodurchlässigkeit lief Glen mit zwei ziemlich gleich guten Läufen direkt auf den ersten Platz in der Klasse 2! Wir sind sehr stolz auf den Buben.

Flyte schaffte den vierten Platz, was zwar von 17 Startern nicht schlecht ist, aber mich wegen der momentanen Dezibel, die er am Trial gerade bei Fetch und Drive zu brauchen scheint, zu verstärkten Trainingsmassnahmen motiviert!!!! ;)

Für mich der Lightspeed-Überraschungs-Star war das kleine Guinchen, das ja trotz ihrer fantastischen motorischen Begabung (siehe Frisbee-Bilder) im Wesen noch ein richtiges Hundekind ist, und bei ihrem ersten Trial vor ein paar Wochen noch viiiiel zu zappelig war, um den Schafen viel Freude zu bereiten!

Scheinbar wollte sie sich jetzt aber doch nicht nachsagen lassen, dass ihr Bruder begabter und frühreifer ist als sie! Jedenfalls hat sie zwei super Läufe hingelegt, ganz sauber, kontrolliert, aufmerksam, mit tollem Pacing, korrekten Flanken und sogar ohne Seitenverwechslungen!!! Ich habe zwar gesehen, dass das Guinchen in den letzten zwei Wochen einen deutlichen Reifsprung gemacht hat, aber normalerweise kann man ja eher nicht demit rechnen, dass ein neuer Sprung in der Trainingsleistung auch gleich im Trial umgesetzt wird! Ich bin jedenfalls ganz hin und weg von meinem braven Guinchen! Der zweite Platz hinter Caros Kate (denen ich herzlich zur schönen Leistung gratuliere) war Guins Belohnung für ihre Bemühungen! Was für eine nette Überraschung!  :)

Filme von Glen und Guin folgen demnächst!!!

Der Parcours war auch für die “kleinen” Klassen alles andere als einfach. Wegen der hügeligen Lage war am letzten Drittel des Outruns in Kl.1 und Kl.2 der Hund für den Handler nicht mehr zu sehen. Man musste also entweder Vertrauen haben, dass der Hund auch ohne Sichtkontakt und Kommandos von selber sicher liften würde, oder dem unsichtbaren Hund nach Gefühl Kommandos geben.

Die Krainer Steinschafe sind ausserdem nicht dafür bekannt, viele Fehler zu verzeihen. Obwohl sie sich bei gutem Handling sehr gut führen lassen, werden sie leicht nervös, wenn ein Fehler passiert, und versuchen dann, in Sicherheit zu entkommen. In diesem Fall bot sich der Weg durch den Wald hinauf zum Let-out-Pen oder über den Hang hinauf, bzw. durch die Zuschauerreihen zum Pferch für die bereits gelaufenen Kollegen an.

Etliche Starter verloren so trotz ansonsten sehr schöner Arbeit an der einen oder anderen Ecke wegen einer kurzen Unaufmerksamkeit oder auch wegen eines zu stark zurückehaltenen Hundes recht plötzlich ihre Schafe!

Der brave tschechische Obelix beim Pferch. Im Hintergrund das Fetchgate am Hang, deutlich rechts davon standen die Schafe für Kl.3.

Hier sieht man die rechte Seite des Trialfeldes. Die Schafe waren unterhalb des Let-Out-Pens hinter der blauen Plane oben am Waldrand positioniert und mussten schräg hinüber zum von diesem Winkel aus unsichtbaren Fetchgate weiter links geliftet werden und dann gerade durch die Senke und am hier ehemaligen Lifthäuschen vorbei gefetcht werden. Ein Outrun nach rechts wurde nur von einem einzigen italienischen Handler gewählt, Adriano mit seiner braven Babs, der sie gerade durchs Feld bis an das hineinschneidende Waldeck hinter dem Lifthäuschen schickte und ihr dann einen Pfiff zum Rechts-Aufmachen gab. 89 Punkte bekamen die beiden für diesen Lauf, der mutig begann und sicher fortgesetzt wurde.

Das Rebenlandtrial war recht international besucht- zahlreich Tschechen, die inzwischen sehr motiviert im Hütesport sind, waren gekommen, sowie zwei Ungarn und etliche Italiener. Oben Tamas, angehimmelt von seinem Kl.2-Hund Conquest Gann.

In Kl. 3 zeigte uns wieder einmal Luca Fini aus Italien mit seinen zwei Top-Hunden Dan und Cap, dass er bei jedem Trial gefährlich werden kann! Dan lief diesmal auf den ersten Platz, sein Cap hatte am zweiten Tag Pech mit den Schafen im Shedding Ring, die sich einfach nicht von seinen Knien trennen wollten. So kam Cap “nur” auf den 5. Platz. Tja, am handaufgezogenen Schaf “Mausi” hatte ich mir am Tag davor mit Julie im Ring ebenfalls die Zähne ausgebissen. Mausi sucht jetzt einen neuen Wirkungskreis in einem netten Streichelzoo!!!

Auf Platz zwei in Klasse 3, hinter Luca’s Dan landete Kathi mit ihrer braven und verlässlichen Aimee.

Und Platz 3 ging an Barbara mit ihrem guten alten Tom, ruhig und sicher gehandelt, dass es eine Freude war!

Platz vier konnte Wolfgangs Darla trotz großem Pech beim Singeln für sich verteidigen, und meine nach ihrem Wurf inzwischen komplett abgehaarte kleine Julie kam gesamt auf den siebenten Platz.

Das Rebenland Trial war eine der ASDS-EM-Ausscheidungen für das diesjährige Continental in Schweden. Mit einem weinenden Auge war ich an diesem schönen Trial gestartet, da ich leider im August arbeiten muss, und nicht nach Schweden fahren kann, selbst wenn Julie wieder im Team ist. Ausgerechnet Schweden, wo ich so gerne bin!!! Südschweden ist ausserdem ganz abgesehen von meiner persönlichen Sentimentalität einfach wunderschön! Seufz!

Jedenfalls hatten wir ein schönes, anspruchsvolles Trial im Rebenland, das wir und unsere Hunde voll genossen haben! Danke Niki und ihrer Familie, die sich für uns “abgestrudelt” haben, um alles für die vielen Teilnehmer und Zuschauer zur Verfügung zu stellen! Schön war’s!! Hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Glen gewinnt bei seinem 1.Trial in Klasse 1

Möchte ein kleines Danke an meinen kleinen Glen richten. Der Bub ist ja erst 15 Monate alt bei seinem ersten Trial-Antritt in Klasse 1 und es war daher für mich ein wichtiger Test, inwiefern er bei einer Prüfungssituation die Nerven behält, oder ev. ganz daneben haut. Und, ich muß sagen, ich bin mächtig stolz auf ihn, denn trotz wirklich sehr schwerem Klasse 1 Course hat er mit mir zusammengearbeitet wie zu Hause, ohne irgendeinem Unterschied, total aufmerksam, konzentriert, exakt und mit seiner üblichen faszinierenden Schafkontrolle und den 1.Platz erreicht.

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hier der link zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=WuZL8AbzQSs

Seine beiden Outruns am Sa und So sind eigentlich auf meinem Konto, denn ich ging nach absolvierter Klasse 3 mit Darla hinauf zum Schafstellen (Schafe standen im Schatten im Wald) und nahm Glen mit, um mit beiden Hunden die Schafe schön ruhig zum Abgangspfosten zu bringen. Alles schön und gut, nur hat Glen sich gemerkt, daß Schafe im Wald sind und lief bei seinem Outrun am Sa dann ganz zum Wald rauf und dort hinein, bis ich ihn doch relativ leicht wieder heraus und zu den Schafen auf der Wiese lenken konnte, dann ging ja alles wie am Schnürchen, ein Fehler meinerseits beim Drive (Tor verpaßt) und meine Ungeduld beim Pen (1 Schaf rundherum) waren Schuld, daß er “nur” 80Pts bekam. Diese Fehler hab ich dann am So korrigiert. Allerdings hat der Bub sich auch gemerkt, daß die Schafe doch weiter unten standen, und ist am So nicht mehr so weit rausgelaufen, im hohen Gras verirrt und er kam zu tief wieder raus (das Gelände dort ist sehr wellig und unübersichtlich, im hohen  Gras konnte man die Hunde und Schafe nur schwer sehen), auch hier wieder kurze Korrekturen und er war wieder auf Linie. Der Rest noch schöner, als am Sa, sehr ruhig und souverän gearbeitet, ich blieb diesmal am Pfosten stehen und hab ihn den ganzen Drive alleine machen lassen, der Rest wirklich sehr schön, diesmal 89Pts.

Glen hab ich zu verdanken, daß ich am So auch mit Darla einen wesentlich besseren Lauf hatte, habe nämlich Darla am Sa zu viel flankieren lassen, d.h. sie machte zu viel Druck und schob die Schafe etwas im Zickzack runter, eindeutig mein Fehler. Diesen Fehler machte ich bei Glen nicht und hatte einen wesentlich besseren Fetch, daher änderte ich meine Taktik am So bei Darla ebenfalls und hatte einen viel besseren Fetch als am Vortag, sie bekam allerdings an beiden Tagen sehr hohe Punkte (93 und 94).

Jedenfalls bin ich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Glenchen bei seinem Trial-Debut und wünsche uns, daß er immer gesund und fit, sowohl geistig als auch körperlich, bleiben möge, was ich mir natürlich auch von meinen beiden Mädels Darla und Zony wünsche.

Darla Dritte beim Italian Open! Rozzalupi, wir kehren wieder!

Nach langem Warten sind endlich die Ergebnisse des Italian Open offiziell: Lightspeed Darjeeling/Darla ist Dritte!

Wir Lightspeeds sind natürlich total stolz auf unser Wunderwuzzi, denn bei der starken internationalen Konkurrenz auf den beiden so verschiedenen Feldern so gut abzuschneiden, ist wirklich eine tolle Sache!!!

Damit haben wir die Gelegenheit, bei besserem Wetter in die Fattoria Rozzalupi zurückzukehren, denn der Preis ist ein Wochenende auf der toskanischen Farm, zwischen Western-Pferden, Schafen und Border Collies! Jetzt brauchen wir also nur noch die nächste Schönwettersträhne in Italien abwarten!!! :))

Julie wurde übrigens 16.te von 44, womit ich auch sehr zufrieden bin. Am ersten Tag waren wir ja nicht sehr vom Glück verfolgt und mussten an den anderen Tagen aufholen!

Zum ersten Platz gratulieren wir Freddy Potz mit Mac, den zweiten Platz holte Luca Fini mit seinem wohlbekannten Dan, den vierten Platz erlief sich Anita Hermes’ braver Mitch.

Italian Open

Bekanntlich freuen wir uns ja jedes Mal, wenn eine unserer vielen Reisen mit unseren Hunden wieder einmal nach Italien ührt: bekanntlich erwartet einen dort herrliches Wetter, gutes Essen und lockere, lustige Leute.  Das Italian Open, ein grosses internationales Trial, an dem jeder Hund an drei hintereinanderfolgenden Tagen zwei Läufe absolviert, die dann für die Endwertung zusammengezählt werden, war also ein freudig erwarteter Programmpunkt am Terminkalender.

Wie man sieht war das Wetter bei der Reise durchs Kanaltal noch überaus vielversprechend. Hinter jedem Tunnel war es zwei Grad wärmer, und die Herbststimmung mit frischem Schnee auf den Bergspitzen und bunten Blättern so richtig schön malerisch!

Das Aus-dem-Fenster-Fotographieren und den flüchtig vorbeisausenden Postkartenmotiven aufzulauern und im rechten Moment abzudrücken, ist für mich ein vergnügliches Hobby, und mein Jagdinstinkt wurde diesmal besonders befriedigt, da ich dieses idyllische Kirchlein im Kanaltal endlich einmal scharf auf ein Bild bannen konnte!!! Ich verfolge dieses Motiv schon die letzen paar Italienreisen, aber es gibt nur einen ganz kleinen Time-Slot, in dem man es erwischen kann. Man muss also schon im Vorhinein gefasst sein und etwas zu früh abdrücken, sonst ist es zu spät!! :))

Die Reise führte bis hinunter in die Toscana, wo auf der riesigen, weitläufigst angelegten Fattoria Rozzalupi zwei grosse Trialfelder und jede Menge Schafe bereitstanden.

Es war so viel überschüssiger Platz dort, dass alle angereisten Border Collies (eine ganze Menge) und die hauseigenen Borders (ebenfalls unzählige plus ein paar Welpen) frei über das Areal toben durften.

Ein paar Pferde haben dort ebenfalls ein wildromantisches Leben und treiben sich scheinbar frei in den Wäldern, auf den Wiesen, zwischen den Weinbergen, um den Fischteich, unter den Olivenbäumen und auch gerne mitten auf dem Trialfeld herum! Letzeres führte bei den solcherlei Störungen eher ungewohnten britischen Richtern zu einiger Verblüffung und wurde schliesslich zu einem Running-Gag: Glückliche freilaufende Pferde voller natürlicher Neugierde und Tatendrang trabten und galoppierten immer wieder aus den Wäldern und umliegenden Ruinen herbei, um sich das ungewohnte Trialgeschehen aus der offensichtlich besten Position mitten im Fetchgate anzusehen. Und immer wieder mussten die Schafsteller heruntersprinten und sie wieder über die Hügel treiben! Auf Feld B, das Luca Fini mit feinem Sinn für Untertreibung “the practical field” nannte, waren mitmischende Pferde aber nur eine der an jeder Kante lauernden Schwierigkeiten.

Leider habe ich von dem ungewöhnlichen Feld kein Bild, da der Samstag etwas trüb war und ich mit dem Fotographieren auf das versprochene Toscana-Wetter warten wollte. Nur um dann Sonntag und Montag in für Italien völlig untypischem Dauerregen zu verbringen.

Auf diesem Bild hier schauen Julie und Darla in Richtung Feld A, dem klassischen Trial-Feld und Freni schaut in Richtung Feld B. Dass dort der Wald dichter wird statt offener, wie man bei einem Trialfeld erwarten könnte war eine der Feld-Schwierigkeiten.

Wollte man einen guten Outrun auf dem Feld haben, musste man den Hund von seiner eingeschlagenen Outrunlinie (die unweigerlich zu einem Kreuzen des Outruns geführt hätte) weg und spätestens auf halbem Weg in den Wald und out-of-sight lenken. (Das ist umso ungewöhnlicher als einen unter normalen Umständen ein Richter für Verlassen des Feldes disqualifizieren kann, wenn der Hund in den benachbarten Wald verschwindet.)

Kein Wunder, dass Hunde, die auf diesem Feld noch nie gestartet waren, ein, zwei Läufe brauchten, um diesen seltsamen Outrun zu lernen. Darla liess sich schon am zweiten Tag flüssig und flockig auf einen Pfiff in den Wald lernen, Julie schaffte es dann am dritten Tag, sich sauber umlenken zu lassen. Also wieder einen Skill für die praktische Arbeit dazugelernt und eine der nie-enden-wollenden neuen Schäfersituationen gemeistert!

Die nächste Schwierigkeit waren die Deiche: Die Schafe mussten insgesamt dreimal pro Lauf über einen breiten und tiefen Deich springen, der sich im Laufe des Wochenendes wegen der Regenfälle so stark mit Wasser füllte und so schlammig wurde, dass die Hunde bei jeder Durchquerung ein Vollbad nehmen mussten und so manches Schaf mit einem hoch-aufspritzenden Bauchfleck im Wasser landete. Für die Überwindung dieser Hindernisse war grosses Geschick des Hundes und des Handlers gefragt, denn machten die Schafe bei einer Überquerung einmal eine schlechte Erfahrung mit dem Graben, wollten sie natürlich das nächste Mal auf keinen Fall wieder hinüberspringen!

Am Samstag kam noch erschwerend dazu, dass die Schafe im Bereich um den Pfosten ihre schon einmal gelaufenen Kollegen sehr gut im Blick hatten und sich mit wenigen Sätzen ins Off retten konnten. In der ganzen Kombination ist es also nicht verwunderlich dass es trotz vieler Reruns am ersten Tag nur 12 von 44 Startern am Feld B schafften, nicht an der einen oder anderen Stelle aufgeben zu müssen.

Die Performance steigerte sich deutlich an den folgenden Tagen, als die Hunde und Handler lernten, mit wieviel Vorsicht die Dämme navigiert werden mussten. Es war allerdings auch sehr hilfreich, dass die Richter eine ganze Schar von wenig springfreudigen Schafen einfach nicht mehr starten liessen. :)

Auf den Bildern oben sieht man im Hintergrund das schöne grosse, klassische Trial-Feld A, bei denen den netten und unterhaltsamen britischen Richtern Cyril Roberts und Paul Tomkins das Herz aufging, im Vergleich zu dem schwierig zu richtenden Feld B.

Noch ein paar Stimmungsfotos mit Flyte. Nicht fehlen darf auch der so richtig nach italienischem Original aussehende Leder-Handwerker, der, egal, welches Wetter gerade auf uns niederging, seine handgemachten Leinen, Rucksäcke und Gürtel ausstellte und bei Bedarf verkaufte.

Damit wir zwei Österreicher uns unter den 44 internationalen Startern nicht so einsam fühlen würden, bekamen wir ab Samstag netten Besuch von Christa mit ihrer Border-Meute.

Die Toscana: auch bei trübem Wetter eine fantastische Gegend.

Und die herrliche Fattoria Rozzalupi. Zehn Minuten lang hatten wir am Samstag einen kleinen Einblick, wie das ganze bei Sonnenschein hätte aussehen können!

Ergebnisse erfahren wir hoffentlich heute Abend! Wegen der langen Reise mussten wir nach unseren Läufen schon vor Ende des Trials abreisen! Darla sollte aber in gar keiner schlechten Position gelandet sein. Von sechs Läufen war sie dreimal platziert. Wir sind also gespannt auf die Endwertung!

Hochkarätige Mühlviertelmeisterschaft

Die dritte Mühlviertelmeisterschaft, diesmal gültig für als Continental Qualifikation für 2011 sowie letzte World Trial 2011-Qualifikation  der ASDS, der Austrian Sheepdog Society, wurde dieses Wochenende zu einem Spitzenevent im österreichischen Trialgeschehen.

Allein die 34 Starter in Kl.3, der Königsdisziplin, war eine in Österreich noch nie erreichte Starterzahl in der Offenen Klasse, wenn man von den beiden Europameisterschaften absieht, die bisher in Österreich stattgefunden haben!

 Durch die Teilnahme von hervorragenden Handlern aus Italien, Deutschland und Tschechien bekam die Veranstaltung ein internationales Flair und einen hohen Qualitätsstandard. Mit höchsten Ansprüchen gerichtet hat Con McGarry aus Irland.

Wir können die Veranstalter, die Mühlviertler ”Schafscheuchern” nur beglückwünschen zu diesem interessanten, fairen,  hochqualitativen und sehr gut organisierten Bewerb.

Und das war das anspruchsvolle Trialfeld:

Links unten der Startpfosten (auf diesem Bild Beate, deren flinke Pearl gerade am Crossdrive zu sehen ist). Wo die paar kleinen Menschen (die drei schwarzen Punkterl zwischen den Baumgruppen) stehen, jenseits des Fetchgates in der Mitte, dort standen die Schafe.

Durch das hügelige Feld war der Outrun weder zur Linken noch zur Rechten wirklich einfach, da der Hund die Schafe nicht sehen konnte, wenn er in die Mulden und um die Hügelkurven lief. Dann am richtigen Punkt wieder herauszukommen war für manchen Hund eine Herausforderung. Meine kleine Julie verlief sich einmal zur rechten Hand gaaaanz hinauf und verirrte sich in den Wäldern hinter der wartenden Schafherde auf der Hügelkuppe, aus der die untadeligen Schafsteller Gruppe für Gruppe herausfischten. Viele Kommandos und viel Zeit kostete es, Julie wieder von den Bergen herunterzupfeifen.

Zur linken Hand am Sonntag lief sie mir unerwarteterweise in den Wald, statt dem Waldrand zu folgen. Für beide Outruns gingen also viele Punkte verloren und ich mache mir ein Eselsohr, dass ich mit Julie komplizierte, dirigierte Outruns trainieren muss!!!

Hier ein Blick auf die Reihen der Zuschauer. Fürsorglich hatte Günter eine “Heiztonne” installiert, an der man sich wärmen, anrösten oder wahlweise räuchern lassen konnte und die mit allem Möglichen vom Fichtenscheit bis zum bunten Kinderstuhl befeuert wurde! :) Aber für Ende Oktober können wir uns über das Wetter eigentlich nicht beklagen, denn es war zwar erwartungsgemäss kühl aber dafür einigermassen trocken!

Sogar ein paar motorisierte Luftspione hatten das möglicherweise letzte brauchbare Herbst-Flugwetter ausgenutzt, wie man auf diesem Bild sehen kann:

Und nun zu den Ergebnissen: An beiden Tagen siegreich und deshalb ein unbestrittener Gesamtsieger war Luca Finis irischer Neu-Import Cap, der zwei souveräne Läufe aufs Parkett legte.

Wolfgangs Lightspeed Darjeeling hat ihre Läufigkeits-Krise des letzten Wochenendes auch wieder überwunden und wurde mit zwei sehr sauberen Läufen würdige Zweite in einem starken Feld!

Hier das Video von Darlas Sonntags-Lauf: http://www.youtube.com/watch?v=vqvvl0-ZdAk

Dritter wurde Luca Finis bereits wohlbekannter Dan. Und da die nächste Generation inzwischen schon spürbar vorrückt, gratulieren wir Barbara schon einmal zum vierten Platz mit ihrem Tom-Sohn Bill.

Vielen Dank also an die Schafscheucher für ein wirklich schönes und spannendes Trialwochenende. Unten: Schafscheucher Byron.

Zum World Trial in Schottland im Herbst 2011 sind hiermit folgende Teams qualifiziert: (wenn wir, wie Willi meint, 6 Plätze bekommen)

Kerstin mit Pace

Willi mit Canda

Wolfgang mit Darla

Kathi mit Aimee

Barbara mit Tom

Synve mit Julie

Nasses Trial in Reutte

Vor der malerischen Kulisse der Tiroler Berge fand dieses Wochenende ein regnerisches Trial an einer Herde ungehundeter, schwerer und sturer Tiroler Bergschafe statt. Die linke Flanke des langen flachen Trialfeldes überblickten bombastische weit-angelegte Burgruinen, der sogenannte Schlosskopf, sowie die Ruine Ehrenfels.

Ausser den begeisterten Border-Collie-Zuschauern wie hier die junge Jena, die alle Action am Feld mit vor Freude leuchtenden Augen verfolgte, und Sid, der sich von der Richterschreiberin nach Strich und Faden verwöhnen liess, waren, besonders am Sonntag trotz des wenig einladenden Wetters ein paar Tiroler Zuschauer gekommen. Einige von ihnen hatten eigene Border Collies, viele auch eigene Schafherden in einer Herdengrösse, wie sie auf unserer Seite der Alpen kaum vorkommt. Das Interesse für arbeitende Border Collies, insbesondere für ausgebildete Hunde  war also im Tiroler Land stark spürbar. Durch die geographisch eher isolierte Lage gibt es in Tirol trotz des offensichtlichen Bedarfs an guten Arbeits-Border-Collies erst eine sehr kleine Anzahl dieser grossartigen Hütehelfer.

Christa mit Gem, der Österreichischen Meisterin in Kl. 1 des Vorjahres, die sie seit letztem Jahr bei der Arbeit mit ihrer Schafherde unterstützt, vor den Bergschafen des Nachbarn. Diese Schafe wären offensichtlich viel lieber am Trial gelaufen als die ungeschorenen Schafe, die tatsächlich zur Anwendung kamen. Die geschorenen Tiere kamen nämlich  immer ganz neugierig von den benachbarten Hügeln herab und schauten gespannt über den Zaun auf das Trialfeld! Natürlich mussten sie dann (manchmal sogar vom walisischen Richter Kevin Evans persönlich!!!) wieder hinter die Bäume verscheucht werden, da sie den Schafstellern ihr ohnehin schon sehr hartes Leben noch zusätzlich erschwerten und auch dem Hund am Feld das Manövrieren der eigenen Schafgruppe nicht erleichterte! Am Ende des Trials mussten wir dann doch noch fünf der Trialschafe aus ihrer Mitte herausklauben, die es trotz allem geschafft hatten, sich zu ihren Kollegen über den Zaun zu katapultieren.

Richter Kevin Evans hatte sich mehrmals sehr verwundert über die Schafe, die zur Verfügung gestellt wurden und sagte kopfschüttelnd zu Wolfgang persönlich, daß er ehrlich sowas noch nie gesehen habe und auch gar nicht wirklich wüßte wie man sowas richten solle. Man kann also sagen, die verwendeten Schafe waren ungehundet, aus mehreren kleinen Gruppen zusammengewürfelt, aus verschiedenen Rassen bestehend und daher schlichtweg indiskutabel. Die zuschauenden Tiroler, denen wir versuchten, diesen Umstand schonsam zu erklären, fanden das offensichtlich sehr lustig!! Scheinbar konnten sie sich mit den willensstarken Bergschafen irgendwie identifizieren!

Hier überblickt Freni das Trialfeld- noch ist mein treuer Hütestock (ehemals Skistecken meiner Grossmutter) ganz- am Ende des Wochenendes war er es leider nicht mehr. Da mich ein riesiges schlappohriges Bergschaf (das mir ohne Mühe geradeaus in die Augen schauen konnte) am Pen lieber überrennen wollte, als sich von Julie pferchen zu lassen, ist er leider zu Bruch gegangen. Zum Trost werde ich mir jetzt endlich einen nach eigenen Massen im keltischen Design anfertigen lassen! Das hatte ich ohnehin schon lange vor.

Zwei tapfere Teilnehmer in Kl. 1: Christl mit Hazel nach dem Turn, und Alice an der kritischen Stelle vor dem Treibtor, wo die Bergschafe sich lieber durch die Publikumshorden drängeln wollten, um das Feld in Richtung ihrer wartenden Kameraden zu verlassen.

Darla (Lightspeed Darjeeling) schob die Schafe unerbittlich Zentimeter für Zentimeter über den Parcours. Weil sich der Single nicht mehr zur Zufriedenheit des Richters innerhalb der Zeit ausging, erntete sie den Pokal für den dritten Platz.

Julie, mit der ich wie erwähnt bereits am Pen hängenblieb, wurde Vierte.

Lightspeed Fire Flyte wurde Zweiter in Kl. 1 und ist damit, weil dieser Bewerb als öst. ÖCBH-Staatsmeisterschaft bezeichnet wurde, österr. ÖCBH-Vize-Meister.

Volker mit Bungee waren das Team, daß durch zwei glückliche Läufe den 2.Rang erreichen konnte.

Eine grosse Freude an einem ansonsten verregneten und eher mühevollen Wochenende, an dem man sich grossteils fragte, ob man sich nicht ein nettes, warmes, gemütliches Hobby suchen sollte, wie etwa Mohair-Socken-Stricken, war der überraschende Besuch des kleinen Sonnenstrahls Gordy, alias Lightspeed Hyperspace, der nach Süddeutschland gezogen ist, und am Sonntag plötzlich unter den Zuschauereihen stand!! Er verfolgte mit seinen fünf Monaten bereits mit äusserster Spannung das Geschehen am Feld und präsentierte sich ganz so, wie man sich einen jungen Border-Buben wünscht: aufgeweckt, flink, an allem interessiert, freundlich, ausgeglichen und bereits hervorragend auf seine liebe und motivierte Besitzerin Lisa eingestellt! Wir haben uns riesig über den netten Besuch gefreut!

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Und so idyllische Höfe gibt es in Tirol. Landschaftlich ist es ja wirklich ein Paradies auf Erden, vorausgesetzt, man hat nichts gegen die alles dominierenden Berge!

Prüfungen in Regau, Trial in Kettenreith:

Trial, Trial du musst wandern: Nachdem sich gestern am Samstag die (ohnehin schon nicht für übermässige Kooperation bekannten) Merino-Schafe als zu häufige Gewinner gegen die antretenden Prüflinge bei Anlageprüfung, Working Test und Hütehundeprüfung erwiesen, übersiedelte das Trial letztendlich am Sonntag auf die bewährten Bergwiesen von Marion Fuchs, wo die Trial-Klassen in größter Harmonie stattfinden konnten!

Immerhin: so viel emsige und völkerverbindende Zusammenarbeit wie bei den Wartenden in Regau, die sich bei nassem, windigem und unfreundlichem Herbstwetter im flexiblen Teamwork eine um die andere Lösungsstrategie auszusdenken versuchten, wie man die nächste Schafgruppe doch noch ruhig und gesittet an den Start-Pfosten bekommen könnte, habe ich auf Trials eigentlich noch nie erlebt.

Sonst ist das Schafestellen immer ein wenig Sozialkontakt versprechender, ziemlich anonym bleibender Job. Hier war Kooperation aller Beteiligten das Um und Auf,  und so kam es zu regem und geradezu unterhaltsamem Austausch von Hirn- und Muskelschmalz!

Danke an Karin, die sich sehr bemüht hat, einen neuen Trial-Veranstaltungsort zu eröffnen und uns auf ihrem wunderschönen Bio-Hof liebevoll einquartiert hat,  sowie die Besitzer der schlauen Merino-Schafe, die uns eifrig bekochten und uns immerhin ihre Schafe zur Verfügung gestellt haben!

An diesem Tag war der Hund, den die Schafe als einzigen rundum und uneingeschränkt akzeptiererten, Kerstins Working Kelpie Wyreema Wall.E, der sie mit seiner Crocodile-Dundee-Masche einfach hypnotisierte. 93/100 Punkten bei der Anlageprüfung an diesem Tag waren wirklich beachtlich!

Es gibt ein Video von Wall.E, dem Professor in Schleichologie, ich muss es nur erst hochladen!

Flyte und Mama Julie in Kettenreith

 Karins Hilux in Kettenreith

Geradezu eine Labsal für die zerknirschte Trialisten-Seele war dann Marions Hügelfeld und die braven kooperativen Jura-Schafe, die Marion am Sonntag für uns aus dem Hut zauberte. Super, dass die Trial-Verlegung so problemlos von statten gehen konnte!

Auf dem interessanten Hügel in Kettenreith war ein schöner Trial-Sonntag möglich. Besonders fein, dass unsere extra aus Deutschland angereisten Trial-Starter noch eine faire Chance bekamen, sich bei ihrem Antritt zu bewähren, denn unzählige Stunden anzureisen und dann an ungewöhnlich widerspenstigen Schafen zu scheitern,  muss wirklich besonders frustrierend sein!

Wir Lightspeeds können jedenfalls rundum zufrieden sein mit dem Sonntag: In Klasse 3 gewann Wolfgangs Darla vor ihrer Mama Julie. In Klasse 1 gewann Darlas jüngerer Bruder Flyte.

Auch die anderen Hunde konnten auf diesem Feld schöne und spannende Läufe zeigen. Danke, Marion fürs Übersiedeln des Events!

Weil man beim Herzumfahren zu Trials ganz nebenbei durch die allerschönsten Landschaften kommt, hier noch ein Foto ganz ohne Hunde oder Schafe, das ich beim Hinfahren am Samstag früh aus dem Autofenster knipsen konnte:

Impressionen vom Continental 2010

Vom Startpfosten aus mussten die Hunde ins linke Feld hinter der Baumreihe geschickt werden, wo die Schafe out-of-sight in einer Mulde im Feld versteckt standen.

Da der Handler dabei in diesem Feld hier stand (rechts aussen sieht man einen Handler auf dem weissen Podest des Startpfostens) haben das viele Hunde missverstanden und dieses Feld absuchen wollen, statt hinter die Bäume zu laufen, wo ja keine Schafe zu sehen waren.

Ein ziemlich anspruchsvoller Outrun also!

Hier die Zuschauer am Rand des Trialfelds. Die Franzosen hatten auf ein familiäres Trial gesetzt. Quasi alle Zuschauer waren selber Sheepdog-Handler.

 

Und das war das Handler-Zelt, in dem man Schutz vor der sengenden Sonne suchen konnte. Eine Abwechslung im Wetterprogramm bot ein heftiges Gewitter am sonntäglichen Final-Tag, das über dem weiten Himmel über dem breiten Feld für interessante Beleutungseffekte sorgte!

Sonntag vormittag wäre ich jedenfalls ungern am Handlerpfosten inmitten des nass-elektrischen Naturschauspiels gestanden!

Team-Maskottchen Anna beim Kutschefahren mit den riesigen französischen Arbeitspferden.

Hier die Attraktionen dieses Events:

Ein paar Stände mit französischen kulinarischen Genüssen: Croissants, Crepes, Pommes Frites, etc. :)

Und ein paar Kutschen, mit denen man eine Runde durch die Felder drehen konnte.

Französische Schafrassen waren in kleinen Pferchen ausgestellt, die sich ausser durch viel Fleischanlage offensichtlich durch seltsame Gesichtsfarben auszeichnen: da gibt es haarlose rosa Gesichter, haarlose rose Gesichter mit blauen Punkten, rostbraune Schafe mit dunkelrostroten Gesichtern. Wer wollte konnte sich hier gleich das eine oder andere Schaf mitnehmen, denn die Ausstellungsstücke waren zu verkaufen.

Dem Guinchen hat es jedenfalls auch sehr gut gefallen. Am Vormittag, wenn es noch nicht so heiss war, durfte sie die Läufe anschauen und war immer ganz aufgeregt, wenn am Ende der Läufe gejubelt wurde!

Julie konnte ihrer Sammlung von Europäischen Mäusen drei deutsche Mäuse hinzufügen.

Die französischen Mäuse sind entweder flinker oder schlauer oder sie bauen bessere Höhlen. Jedenfalls musste Julie ohne französische Maus heimfahren.

Darla hat nicht nur den schwierigen Outrun problemlos gemeistert sondern auch sonst sehr gute Arbeit geleistet.