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Archiv der Kategorie Training - Hüten
Eiszapfen-Trainingstag bei unseren Schafen
2.2.2012 von Wolfgang.
Obwohl es zur Zeit ziemlich zapfig (eisig kalt) ist, und da ich ja meine auf der Schafweide fürs Training verbliebenen Schafe jeden Tag versorgen muß, waren wir - die ganze Lightspeed-Familie - heute wieder dort und nützten den Sonnentag mit -5Grad zum Outrun-Training auf dem riesigen Feld oberhalb meiner Schafkoppel. Dieses Feld erstreckt sich über gute 350-400m und ist recht anspruchsvoll, da durch Senken und Hügelkuppen links und rechts jeweils Bereiche entstehen, wo die Hunde beim Outrun den Blickkontakt zu den Schafen verlieren, und daher lernen müssen, weiterzulaufen, zu vertrauen und die Schafe zu suchen. Gar nicht leicht für unsere jungen Guin und Glen.
Es war ja heute ziemlich windstill und trotzdem hört man die Pfeifkommandos auf diese Distanz kaum. Wir mussten uns daher sehr anstrengen, mit unseren Hunden über die Strecke in Kontakt zu bleiben. Bei einem Lift und Fetch auf diese Distanz muß der Hund auch schon sehr genau wissen, was er tut und muß Linie halten können, denn sonst gehen die Schafe mit ihm wohin sie wollen und wenn der Hund noch dazu keine Kommandos hört, weil zB. der Wind so stark weht, kann er mit den Schafen komplett von der Linie abkommen. Das Fetchen auf gerader Linie muß daher in idealem Umfeld auch und gerade auf große Distanz trainiert werden.
Unsere Hunde waren durchwegs sehr brav, bis auf kleine Verständigungsschwierigkeiten vielleicht wegen der Entfernung. Für die Großen gab es keinerlei Probleme, unsere Kleinen mußten hin und wieder korrigiert und erneut auf die richtige Spur gebracht werden, haben aber dann auch alle Seiten und Richtungen sehr gut gemeistert. Es ist immer wieder schön und begeisternd, wenn man sieht welche unglaubliche Leistungen die Hunde alleine beim Outrun vollbringen, wenn sie voller Vertrauen und mit einer totalen Zielstrebigkeit im Höllentempo, komplett allein auf sich gestellt, in einem weiten Bogen von uns weggallopieren und dabei meistens auch die Orientierung behalten und das auf unglaubliche Distanzen wie in unserem Fall weit über 500m. Border Collies sind einfach die Besten!
Hier ein kleines Video von meinem Glen, als er von unten nach links oben gelaufen ist, wo Synve mit den Schafen stand. Sie hat ihn knapp nach dem Lift und auf einem kurzen Stück des Fetches gefilmt. Atemberaubend immer wieder das Panorama zum Tullner Becken hinunter.
http://www.youtube.com/watch?v=2UE4LxWeOt8
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kleine Kartonbewohner:
20.12.2011 von Synve.
Kartons!!!! Nicht dass die kleinen I’s kein anderes Spielzeug bekommen würden, aber Kartons und Schachteln sind für sie der absolute Hit! Plüschtiere und Quietschis werden zwar kurz herumgetragen und ein wenig totgeschüttelt, aber dann gehts schon wieder ab zum nächsten Schachtelspiel!!! Kartonburg-Verteidigen ist ganz oben auf der Hitliste!! Einer klettert rauf und versucht sich so lange wie möglich oben zu halten, während die anderen sich nach Kräften bemühen, den kleinen Verteidiger runterzuschubsen, zu -ziehen und zu -drängeln!!!
Die kleine Juniper (die übrigens noch immer eine nette Familie sucht) kommt zur Sicherheit schon gar nicht mehr von ihren Schachteln herunter, sie schläft auch dort oben! (Italo Calvinos “Baron auf den Bäumen” lässt grüssen!)
Liebe Welpenfamilien: bitte alle weihnachtlichen Schachteln gut aufheben! Die Kleinen wollen doch noch ihren Spass mit ihnen haben!!!
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(Filz-)Hüte-Wochenende im herbstlichen Südtirol
7.11.2011 von Synve.
Südtirol bereitet sich schon auf den jederzeit zu erwartenden Wintereinbruch vor. Sicherheitshalber sind die Krampuslarven für die traditionellen Umzüge schon ausgemottet! Den Hunden hat es die Haare zu Berge gestellt, besonders bei der roten Larve mit den langen Kudu-Hörnern!!!
Man kann sich schon vorstellen, welchen Eindruck ein ganzer Zug solcher riesiger Krampusse durch die winterliche Berglandschaft macht!
Dieses Wochenende hatte das Wetter aber Erbarmen mit uns: Nichts Schlimmeres als leichter Niesel und 10 geradezu lauschig warme Grad haben uns erwartet! Die herbstlichen Wälder und die schönen beschneiten Bergspitzen trieben den Idylle-Faktor in die Höhe!
Paolas Legu beim Outrun und Lift auf den herrlichen Herbst-Hängen oberhalb der Innerroggen-Herberge! Ein tolles Berg-Panorama machte das Zuschauen zum Vergnügen. Und Legu, ein Sohn von Lightspeed Aragorn (Cedric) hat auch wirklich sehr schön gearbeitet!
Seit Frühling hat Paola auch den jungen Lightspeed Ian. Er arbeitet schon soooo brav, der kleine stehohrige Mann!!! Ein kleines Video folgt demnächst! Ian ist ein Dreiviertel-Bruder des aktuellen J-Wurfs: der holländische Blackie ist sein Vater, und Guins Mutter Julie seine Mutter. Auf Ian war ich jedenfalls schon sehr stolz- schöne natürliche Flanken, Power, gute Nerven, super Pacing! Die Kombination Julie X Blackie war scheinbar eine sehr gute!


Hier die kleine Julie beim Lift nach einem schönen Outrun hinter die herbstlich gelben Bäume!
Das Konzept des Wochenendes war übrigens total genial, und ich kann nur jedem, der kann, empfehlen, auch so eine Kombination anzubieten:
Nachdem die Besitzerinnen der grossen Herberge und des dazugehörigen Hofes begnadet im lokalen Kunsthandwerk sind, konnten wir uns nach der Arbeit mit den Schafen am Abend das Filzen mit der Wolle der vorhin gehüteten Schafe zeigen lassen. So hatten wir am Ende des Wochenendes nicht nur einen Hütehund, sondern auch einen selbstgemachten Hütehut!
Hier alle Teilnehmer mit ihren Hüten! Unten eine kleine Probe von Astrids und Anitas entzückenden Filzfiguren!
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Mühlviertelmeisterschaft 2011: Darla Vize-Meisterin
28.10.2011 von Synve.
Die vierte internationale Mühlviertelmeisterschaft fand 2011 am 22. und 23.ten Oktober in Hirschbach statt. Wieder stand ein riesiges Areal in herrlicher Landschaft zur Verfügung. Mirjam und Günther haben hier eine tolle Tradition ins Leben gerufen. Das Mühlvierteltrial hat sich zum grössten Open Class Trial Österreichs entwickelt. Mit ca. 40 Startern aus vier Nationen, ca. 450 Meter Outrun und über 500 Meter Drive konnte sich dieser Bewerb auch dieses Jahr wieder unter die bemerkenswertesten Trials des Landes einreihen!
Wolfgangs Darla, Lightspeed Darjeeling landete, wie übrigens schon letztes Jahr auf dem zweiten Platz bei diesem grossen Bewerb, dieses Jahr nur um einen halben Punkt hinter Kathis Aimee, der wir zum Titel und zum Mühlviertel-Schild gratulieren können. Den dritten Platz holte Kerstin Reichmann mit ihrem Eros.
Oben: Lightspeed Glenfiddich beim Shedden. Glen wurde bei seinem Erststart in Kl.3 sehr guter Elfter. Noch vor seiner Mama Julie, die am 15.ten Platz landete. (Bei dem vielen Rennen am grossen Feld hatte sie am Sonntag nicht mehr genug Energie, um sich zwischen die schwer zu sheddenden Schafe mit ausreichend Enthusiamus zum erfolgreichen Trennen zu werfen!) Julie konnte das Mühlviertelschild übrigens 2008 gewinnen. Es ist eine Wandertrophäe, die jedes Jahr mit einem neuen Namensschild bis zur nächsten Meisterschaft beim jeweiligen Sieger einzieht.
Unten: ein paar Stimmungsbilder. Wie man gut sehen kann, wich ein herber Morgenfrost im Laufe des Tages einer herrlichen Oktobersonne.
Das teilweise märchenhafte Licht stellte sich übrigens am ersten Tag als starke Irritationsquelle für die spät startenden Hunde heraus: die Schafe standen an einer Stelle am Waldrand, die gegen Abend immer stärker im rasch anwachsenden Schatten des Waldes verschwand. Je schräger die Spätnachmittagssonne auf das Feld einfiel, desto unsichtbarer wurden die im silbern flimmernden Waldschatten stehenden Schafe für die armen Hunde, die am Abend auf den weiten Outrun geschickt wurden. Wer also in den letzten zwei Samstagsstunden des Trials startete, kam also kaum ohne teils massive Outrun-Korrekturen aus, bevor der Hund seine Schafe endlich erreichte! Erst aus relativer Nähe konnten die Hunde die Schafe erspähen! Keine der beiden möglichen Outrunrichtungen war so angelegt, dass man durch simples Ablaufen einer Feldgrenze die Schafe automatisch erreicht hätte! Gute Outruns waren also nur möglich, wenn der Hund sehen konnte, wo die Schafe standen!
Am nächsten Tag wurde der Startpfosten weiter in die Mitte des Feldes (dort wo der lustig geschlängelte Wanderweg verläuft) gelegt, und somit gab es am Sonntag keine Sichtprobleme mehr für die armen Hunde!
Unten ein Beispiel für das stimmungsvoll-silbrige Licht und den Camouflage-Waldschatten. Rechts: ein rechtschaffen müdes, kuscheliges Flytie nach viiiel Arbeit und Sport an der frischen Luft!
Nachdem diesmal der Richter der berühmte Bobby Dalziel war, von dessen doppelten Scottish National Champion und Supreme Champion wir zwei Junghunde, Guin und Glen, haben, mussten wir natürlich auch beim anschliessenden Seminar noch im Mühlviertel bleiben! Wir sind also wieder einigermassen up-to-date mit den gerade populären Trainingsmethoden!!! Und manchmal braucht man es, von einem Trainer gesagt zu bekommen, wo man beim Selbst-Traineren der Einfachkeit halber nicht konsequent genug ist. Kurz zusammengefasst für mich und Flyte (der das erste Mal in Kl.3 gestartet ist, und mit vielen eher lauten Verbalkommandos 26.ter geworden ist): Wenn man will, dass der Hund exakt auf Pfeifkommando horcht, darf man nicht immer erst dann ernst machen, wenn man schon verbal nachkorrigiert hat. Dann ist nämlich das Pfeifkommando nur eine Warnung für noch zu erwartende Verbalkommandos, und man darf sich nicht wundern, wenn sie im Zweifelsfall ignoriert werden. Bobby ist ein Fan von totaler Konsequenz. Er lässt keine Zwischenstufen und kein Kompromisstraining gelten, bei dem das erste “Down”-Kommando gerade einmal “langsam” bedeutet.
Down ist Down, Stand ist Stand und Langsam ist Langsam. Und zwar bis man wieder etwas anderes sagt. Hunde sind ja sooo gut darin, einen in Kompromisse zu verstricken, über deren Existenz man sich nicht einmal mehr selber bewusst ist!!! Mir hat das jedenfalls wieder einmal jemand sagen müssen!!
Und vierzig Meter Trainingsseil habe ich inzwischen auch schon gekauft. Mehr Seil kann eventuell noch später angeknüpft werden! Aber vorläufig muss ich einmal lernen, mit dem neuen Seilwust halbwegs zurecht zu kommen, ohne mich dauernd darin selbst zu verstricken!! ;)
Wir und die Lightspeeds hatten jedenfalls wieder eine sehr schöne Zeit im Mühviertel! Vielen Dank den Veranstaltern und Gratulation an alle erfolgreichen Trialisten auf diesem riesigen Feld!!!
Ach ja: Julie lässt ausrichten: danke für die vielen saftigen mühlviertler Feldmäuse!
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Es herbstelt sichtlich!
17.10.2011 von Synve.
In den Weinbergen hinter der Schafweide herbstelt es schon! Der Wein ist geerntet, und die ersten Herbstfarben lassen sich sehen!
Und so gehts dem kleinen Guinchen heutzutage: keck und lustig wie eh und je (hier mit ihrer braven Mama Julie!) Die Rippenbögen sind schon geweitet, obwohl sie ansonsten noch recht schlank und flink ist. Also sieht es für Welpen Anfang November sehr gut aus!!! Wir freuen uns!
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Tschechischer Familienbesuch im roten Border-Bus!!
12.10.2011 von Synve.
Ein einsam freiliegendes Wochenende ohne Trials oder sonstige Termine kann bei uns natürlich nicht ungenützt vorübergehen, solange noch das Wetter so einigermassen brauchbar ist!!! Also entschlossen wir, Guins und Glens Bruder Lightspeed Gordon im tschechischen “Guldenland”-Zwinger zu besuchen. Ivan Linhart hat dort grosse hügelige Felder, auf denen sich hunderte Schafe, zwei Pferde, mehrere Katzen und eine ganze Menge bunter Border Collies tummeln, abgesehen von Ivans mittlerweile vier braven Kindern! Wir hatten jedenfalls trotz originell-abwechslungsreichem Aprilwetter ein wunderbares Wochenende, und konnten insbesondere das akustische Dirigieren von nicht selbsterklärenden Outruns üben, da die Felder zwar weitläufig, aber durch die natürliche Anlage oft nicht gut einsichtig und interessant ineinander verschnitten sind! Ich hoffe, das Training hilft eines Tages bei einem Trial bei der Kommunikation, wenn die Hunde sich einmal beim Schafesuchen verirren sollten!! Viel Spass wars jedenfalls!
Wolfgang beim Sortieren der Herde mit Glen, Flyte und Gordon
Der brave Glen versucht, seinem berühmten Vater Joe jeden Tag ähnlicher zu schauen!
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Familienhüten mit Gordy, Zony und Frodo, und eine UO/Agi-Prüfung
4.10.2011 von Synve.
Die unermüdliche Zony-Omi: immer am Mitarbeiten, nie kann sie nur zuschauen, immer muss sie vorne dabei sein, wenn Schafe getrieben werden sollen, aber auch, wenn sie einfach weiden dürfen. Neun Jahre ist sie, aber von Ruhestand will sie nichts hören! Motiviert für zehn, wie eh und je!!! Man kann sie noch immer kaum zurückhalten!!! Sie würde den ganzen Tag auf- und abfetzen und Schafe hin und hertreiben!
Jedenfalls hatte Zony letzte Woche Besuch von ihrem entzückenden Sohn Gordy. Hier ist er, der kleine Herzensbrecher:
In Zonys letztem Wurf mit Schweizer Meister Ballyglass Cliff gab es ja nur zwei Welpen: den kleinen LS Hyperspace (Gordy) und seine noch dünklere Schwester LS Hypersonic (Io). Der kleine Gordy ist mit seiner Lisa nach Wien gekommen (er lebt ja in Deutschland), um eine ganze Woche intensiv mit Wolfgang trainieren zu können. Eine Woche am Stück, da geht schon einiges weiter und der kleine Kerl hat sich prächtig an den Schafen entwickelt! Er ist so ein entzückendes Kerlchen, total eingestimmt auf seine junge Hundeführerin Lisa, der er jeden Wunsch von den Augen ablesen will, und für die er alles tut! Zu hause trainert er Mantrailing, Agility und Unterordnung. Er kann auch schon eine ganze Palette Tricks, die er mit unglaublichem Charme und Verve aufs Parkett legt! Wenn er sich freut, springt er wie ein glücklicher Flummy um seine Lisa herum!!! Wenn man diesen entzückenden Hund und seine fleissige Hundeführerin arbeiten sieht, wird einem richtig warm ums Züchter-Herz!!
Und hier ein kleiner Videoclip von Gordy an den Schafen: https://www.youtube.com/watch?v=sXmJqFhdBcM&feature=player_embedded
Auch sehr elegant beim Hüten ist inzwischen Flytes Bruder Frodo, der zwar nicht so oft und regelmässig zum Hütetraining mit Wolfgang kommt, aber schon sehr stilvoll und sicher ist!!
Auf der Zuschauerbank Julie und ihre Kinder Flyte und Guin (der beim Zusehen, ohne mithüpfen zu können, recht schnell recht fad wird, wie man sieht!), nicht am Bild, denn stets bei der Arbeit sind Darla und Glen, die ja bei jedem Training als Stand-by-Hunde zum Einsatz kommen.
Unser Glen, der ja wahrlich ehrgeizig ist, darf gerade bei Anfängerhunden aber auch bei Fortgeschrittenen oft die Übungen vorzeigen. Das macht er immer mit viel Freude und Elan.
Hütetraining ist für das kleine Guinchen ja weiterhin kein Problem, obwohl ich sie wegen der hoffentlich bevorstehenden November-Welpen nicht mehr allzu viel springen lassen möchte!
Und weil das Wetter so herrlich zum Fotographieren war, gibt es auch noch je ein Hütebild von Julie und Flyte!
Mit neuen Prüfungs-Resultaten können wir auch aufwarten: Beim ÖGV Am Riederberg am 1. Oktober wurden in der BGH3:
Lightspeed Fire Flyte: Erster
Dani mit Freni di Modena: Zweite!!!
und Lady Julie: Dritte
Gratulation an Daniela, die Freni total souverän durch ihre erste BGH3 geführt hat! Super gemacht! Auch bei der anschliessenden Agility-Prüfung sind die beiden sehr schön gelaufen! Zwar ist auch ein Dis passiert, aber es war ein wirklich schön anzusehender Lauf! Die zwei werden ein richtig tolles Team!
Julie zeigte sich dafür in der Agility-Prüfung von ihrer besten und motiviertesten Seite und lief schnell, sicher und freudig zum Sieg!! Jetzt fehlt uns noch ein platziertes V0 in der LK2 auf die LK3!! :))
Ich finde es jedenfalls immer sehr angenehm, wenn man mit zwei Hunden antreten kann, dann ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einer dabei, der an diesem Tag auch seine allerbeste Leistung bringt! Ausserdem lastet nicht der ganze Leistungsstress auf einem Hund!
Zwei Hunde sind da genau perfekt!! Mehr als zwei Hunde zu starten artet meiner Erfahrung nach dafür meistens in Stress aus!
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Bericht vom World Trial 2011 Lowther/Cumbria GB
25.9.2011 von Wolfgang.
Jaaaa, wir waren da – beim World Trial in Lowther/Cumbria GB! Wir, das waren Darla, Glen und ich und natürlich meine Kollegen vom österreichischen Hütehundeteam.
Es war immer mein Traum, einmal mit den legendären Sheepdoghandlern gemeinsam auf einem Trial zu starten, er ist in Erfüllung gegangen, Namen wie Dalziel, Owen, Evans, McGee, Millichap, Welsh, Gallagher, Jones…, Cropper, Watkins, Wilson, Templeton, Davidson und vielen anderen waren unter den ca. 240 besten Sheepdoghandlern der Welt zu finden.
In dieser erwartungsvollen Hochstimmung sind wir nach der gewonnenen Ö.Staatsmeisterschaft nach England aufgebrochen und am Dienstag 13.09.11 glücklich in Lowther bei Penrith angekommen. Gleich bei Ankunft sind wir zum zur Verfügung gestellten Trainingsgelände im nahegelegenen Shap mit den ersten englischen Schafen gefahren. Drei Felder gabs mit unterschiedlich vielen Schafen, wobei das letzte Feld riiiiiiesig war mit 15 schnellen englischen Schafen, die meine beiden Hunde so perfekt gearbeitet haben, als hätten sie ihr Leben lang nur englische Schafe gehabt. Diese Schafe sind perfekt für Borders, da sie weder hysterisch noch extrem eigenwillig sind, sondern die Richtung, die ihnen die Hunde geben, einschlagen und kaum mehr verlassen, sie sind flott unterwegs, rennen aber nicht, wenn der Hund ein gutes pacing hat.
Das Training war also schon traumhaft, so war meine Stimmung total gehoben, als ich ins Camp beim WT einfuhr. Ein Teil unseres Teams war schon da und in bester Stimmung, allerdings trübte das Wetter in Form von heftigem Wind und Sprühregenschauern ein wenig die Stimmung bei mir.
Der Mittwoch war dem relaxen gewidmet und der Anmeldung sowie einer kurzen Parade durch Penrith, die an tausenden freundlich winkenden und lachenden Menschen vorbeiführte und uns zeigte, wie willkommen und hochgeschätzt der Border Collie in diesem Landesteil ist. Hier bei der Parade und bei den Fahrten durch das Land, mit seinen endlosen durch Steinmäuerchen eingegrenzten Weiden und den tausenden und abertausenden Schafen, die wie kleine Schneeflöckchen auf den grünen Flächen in der Ferne aufleuchteten, wurde einem bewusst: hier bin ich im Ursprungsland des Border Collies, hier kommt er her, für dieses Land wurde er gezüchtet, hier fühlt er sich wohl, hier erfüllt er seine wichtigste Aufgabe – die Schafe seiner Menschen zu arbeiten.
Am Donnerstag wurde es ernst, wir standen früh auf, denn jeder war nervös. Gleich nach den ersten Läufen war uns klar: mit den Schafen war nicht zu spassen, langsam arbeiten, auf die Linien achten, ruhig im Sheddingring, ganz ruhig am Pferch. Ich beobachtete fast alle Läufe vor mir und sehr schnell stellte sich heraus, dass Feld 3 ziemlich schwer war und seine Tücken hatte, obwohl es nicht dramatisch aussah. Viele Handler verpassten das Crossdrivegate weil sie die Kontrolle über die Schafe verloren oder weil die Crossdrivelinie sehr schwer zu sehen war durch die Senken und kleinen Mugel im Gelände.
Der junge, aber tolle Handler Robbie Welsh hatte vor mir seinen Lauf, er verpasste ebenfalls das Crossdrivegate, hatte aber eine perfekte Inwork (Shed/Pen/Single Null points lost!) und 184pts.
Nach dem Lunchbreak kam mein Lauf. Ein wenig nervös war ich schon, als wir zum Pfosten gingen, aber beim Warten auf die Schafe wurden wir beide ganz ruhig und Darla rannte einen perfekten Outrun und liftete perfekt mit 0pts lost. Obwohl ich sie stark bremste, hatte sie ein gutes pacing und unsere Linie am Fetch war bis auf ein kleines Flimmern schnurgerade, dann der Drive, der sehr gut begann bis ich vor dem Drivegate kurz panisch wurde und Darla dadurch 2x zu weit flankierte, die Schafe hatten wir aber durch und nach dem Turn auf einer perfekten Crossdrivelinie. Ich dachte, die Linie ein wenig höher zu nehmen, da so viele Handler vor mir das Tor verfehlten, die Schafe näherten sich in gutem Tempo und erst als sie am Tor waren, sah ich, dass sie vielleicht 1m zu hoch waren, wollten noch reindrehen, aber schrammten dann am oberen Torflügel vorbei, ich ließ mich nicht beirren, blieb ruhig und brachte sie in schöner Linie in den Shedding ring. Beim Sortieren kam ich den Schafen etwas zu nahe, was sie frühzeitig aufsplittete und obwohl ich kein Kommando gab und Darla nicht reinkam verlor ich 6pts, der tatsächliche Shed war aber sehr schön, dann gerade Linie zum Pferch, schwieriges Einpferchen und ein schöner ruhiger Single. Ich hatte stolze 171pts trotz des verlorenen Gates, was auf diesem Feld schon ganz gut war.
Zu diesem Zeitpunkt war ich an 7. Stelle – die besten 7 des Tages kamen in das Semifinale. Gratulation von vielen Tophandlern, was mich sehr stolz auf meine Darla und unseren Lauf machte. Der Wermutstropfen war dann, als mir einer der Richter am Abend erklärte, das verpasste Gate hätte mich 20pts gekostet und somit wäre sich das Semifinale ausgegangen. Aber wir wissen ja, was wäre wenn, und dann und vielleicht……
Hier der Link zu Darlas Lauf: http://www.youtube.com/watch?v=VDkHXwaXAGo
Mit dieser Zufriedenheit und Erleichterung konnte ich mir dann die restlichen Läufe der Quali und die Finalläufe ansehen. Obwohl das Wetter wirklich grauslich war, sah ich so viele tolle Läufe und so viele Top Hunde und einfach die Gewissheit, hier dabeigewesen zu sein erfüllt einen mit Stolz.
Viele Runden machte ich am erdmatschigen Gelände zwischen Fressstandln, kitschigen BorderCollieBuden, Stickmakern und allem was so zu einem derartigen Event dazugehört. Fish&Chips war z.B. der Hit für 6Pfund. Am Abend wurde gefressen, was das Zeugs hielt und unser österreichisches Team hat am Freitag Abend wohl einiges zur Unterhaltung im Fresszelt mit der traditionellen Musik beigetragen. Auch Freunde aus der Heimat waren da: Mirjam & Günther sowie Magdalena die dort sogar ein paar Wochen Urlaub gemacht hatte.
Alle 4 österr. Starter hatten gute Läufe und ich finde es sehr schade, dass ein aufstrebendes Land wie wir nicht mehr Startplätze bekommt. Ich denke 8 Plätze wären fair und es gäbe sicher 8 Hunde in Ö, die gut genug wären, außerdem würden 8 Plätze dazu beitragen, dass sich einige noch mehr anstrengen, um dabeisein zu können.
Es war wirklich ein Fest der Superlative, ich habe viele sympathische und klasse Tophandler kennengelernt und Freundschaften vertieft und bin sehr dankbar dafür. Besonders gratulieren möchte ich nochmals den Topwinnern die wieder einmal gezeigt haben, wozu ein Topteam aus Mensch und Bordercollie fähig ist.
WorldChampion James McGee mit Becca (Ireland)
Gleich nach der Preisverleihung bin ich aufgebrochen Richtung Heimat und auf den ersten hundert Kilometern war ich schon traurig, wieder wegzufahren und nur der Gedanke, nächste Jahr wiederzukommen hat mich mit Freude und Hoffnung erfüllt. Und meine Devise lautet: GB, wir kommen wieder!!! Grüße an alle meine Kollegen, ihr wart super und wir können wirklich stolz auf unsere Läufe sein.
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Der Herbst kommt!
23.9.2011 von Synve.
Anfang der Woche kamen wir in den Genuss einer kleinen Preview des bald zu erwartenden Herbst-Wetters: Regen, Wind und Kälte. Nach zwei Tagen gönnte uns der Wettergott dann doch noch einen kleinen Herbstaufschub und lässt uns jetzt umso mehr den herrlichen Altweibersommer geniessen. Wenn es auch immer ein etwas wehmütiges Gefühl ist, zuzusehen, wie die ersten Blätter fallen. Der Hollunder rund um die Weide ist schon vertrocknet, und auf die stetig fallenden Äpfel stürzen sich die Schafe, aber auch unsere Veggie-Hunde mit Heisshunger. Bis auf Flyte, der traurig zuschauen muss, weil er trotz liebevoller Barf-Aufzucht einfach kein Obst mag und es furchtbar unfair findet, dass die anderen immer mit so eindeutigem Genuss an ihren Äpfeln herumkauen!!
Erste Walnüsse gibt es auch schon zu finden, nur die Birnen brauchen noch ein bisschen. Sie hängen noch fest am Baum und sind steinhart, während die Blätter schon erste knallrote Flecken bekommen.
Die Lämmer sind schon ziemlich gross, und geniessen ihre Touren zwischen den Weinbergen über dem idyllischen Königstettener Panorama, wo sie die brachliegenden Wiesen der mähfaulen Nachbarn und die Kräuter entlang der Wege abknabbern dürfen! Da bleiben oft die vorbeikommenden Spaziergänger und Jogger fasziniert stehen, wenn sie der weidenden Herde mit ihren schwarz-weissen Aufpassern begegenen!
Es ist auch einfach ein schönes Bild.
Suchbild: hier wachen Guin und Flyte!
Die Heidschnucken und die Mufflon X Heidschnucken-Lämmer
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Österreichische Hütehunde-Staatsmeisterschaft 2011
12.9.2011 von Synve.
Am 10. und 11. September 2011 fand die 6. Österreichische Hütehunde-Staatsmeisterschaft statt. Diesmal erstmals bei Franz Reiterlechner und seinen Brillenschafen bei Scheibbs.
Franz arbeitet seine Herde mit Chipsy von der Kapellenwiese, einer Tochter von meinem guten alten Celtic, sowie deren Nachzucht. In der Umgebung ist Franz bekannt für seine Herden-Umtriebe auf den Landstrassen mit 200 + Schafen und seinen Hunden. Bei Trials war Franz noch nie gestartet, aber bei diesem hier auf dem eigenen Hügel wagte er sich doch aufs Feld und startete mit seiner 8-jährigen Chipsy und ihrer Tochter in Kl.1. Wirklich sehr mutig, zumal er noch nie ein Trial besucht hatte und auch normalerweise nicht mit so kleinen Gruppen von Schafen (4-5 sind normal bei Trials) unterwegs ist!
Der Verein Alpin-Lamm hatte sich in die Veranstaltung eingeklinkt, und so gab es eine grosse Halle voller Tische und Bänke, in der hungrige Besucher und Teilnehmer sich an kulinarischen Schafprodukten der Region laben konnten.
Es gab auch ein wunderschönes ausführliches buntes Programmheft, in dem hoffentlich viele der Besucher sich auch nach dem Bewerb noch über Trials und hütende Border Collies informieren können!
Das Wetter hatte uns ein wahrlich hochsommerliches Wochenende geschenkt. Bei den Temperaturen über 30 Grad hatten die Hunde einen ganz schön schweren Job mit den Schafen auf dem hügeligen Gelände. Die Schwierigkeit des Trials lag nicht in der Grösse des Feldes, aber durch die Hügel- und Sonnenlage des Trialfeldes wurde hier doch so manche Konditionsgrenze ausgelotet!
Die Zusammensetzung der Schafe war Samstag und Sonntag ein wenig unterschiedlich: Am Samstag wurden jüngere Brillenschafe von jungen französischen Fleischschafen begleitet. Am Sonntag liefen statt der Fleischschafe grosse kräftige Brillen- und Bergschafe, die am Samstag vor Publikum “schaugeschoren” worden waren.
Diese grossen Tiere erwiesen sich bei der Hochsommerhitze leider als eher unwillig, länger als notwendig am Feld zu verbleiben. Für die Kl.2-Hunde stellten sie fast durchwegs eine unlösbare Herausforderung dar. In Kl.1 wurde der Bewerb auf Anweisung des netten Richters Kees Kromhout nur mehr mit den Brillenschaf-Jungtieren fortgesetzt, sodass die jungen Hunde alle eine nette Schafgruppe bekamen und nicht unnötig frustriert wurden.
Mit den Ergebnissen können wir Lightspeeds jedenfalls trotz der Schwierigkeiten durchwegs zufrieden sein:
In Kl.3 wurde Lightspeed Darjeeling Österreichicher Staatsmeister 2011
In Kl.2 wurde Lightspeed Fire Flyte Österreichischer Meister 2011
Video von Flytes Samstags-Lauf: http://www.youtube.com/watch?v=qHHiN5m_nlU
und Lightspeed Glenfiddich Österreichischer Vize-Meister 2011
Die tapfere kleine Julie hatte im zweiten Lauf Pech mit einem der grossen wilden Schafe, das sie zwar noch überreden konnte, den Weg durch zwei der drei Tore zu nehmen, das aber nach dem dritten Tor den schnellsten Weg über den nächsten Zaun nahm! 5. Platz für Julie.
Lightspeed Guineveere, die wilde kleine Schwester vom braven Glen, war insbesondere am Sonntag sehr gut gelaunt und entsprechend ihrem Zwingernamen in Rekordgeschwindigkeit unterwegs, sodass die Schafe und ich ziemlich daran zu arbeiten hatten, trotzdem noch in die Nähe der Tore und am Ende in den Pferch zu gelangen!!
6.ter Platz für ein glückliches wildes Guinchen.
Franz Reiterlechner schaffte mit seiner Chipsy beim Erstantritt in Kl.1 den beachtlichen 3. Platz! Herzlichen Dank an ihn und natürlich auch an Marion Fuchs und ihre fleissigen Parcourshelfer für die viele Arbeit bei der Organisation und auf der Meisterschaft selbst.
Eine Extra-Gratulation geht übrigens noch an Daniela mit Freni, die in Kl.2 ausser Konkurrenz antrat und den Parcours wirklich schon sehr gut meistern konnte- mit Shed und Pferch und allem Drum und Dran! Wenn das so weitergeht, können die beiden bald regulär in der offenen Klasse antreten!!! Ich freue mich sehr, dass die beiden so ein tolles Team sind!
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Border Collie Traumtag: Schafe von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
19.8.2011 von Synve.
Der Sommer 2011 beschert uns ja wahre Wechselbäder aus wochenlangen Regenzeiten und dann wieder tropischen Temperaturen.
Bei zu erwartenden 30 Grad, wo jeder vernünftige Feriengast schwimmen geht, steht der Hüte-Enthusiast eben um halb sechs auf, um punkt 6h ein paar Runden mit den Schafen über die im Sonnenaufgang gebadeten Felder zu drehen!
Recht herzlichen Dank an Pauline und ihre brave kurzhaarige Honey fürs Zur-Verfügung-Stellen ihrer Jura-Schafe und weiten Felder!
Am Nachmittag gabs zur Abwechslung eine kleine erfrischende Runde an den Merinos in Regau.
Am Abend ging es dann in die unglaublich idyllischen Gmundner Berge, wo wir vor diesem herrlichen Panorama Jungschafe treiben duften!
Dem kleinen Guinchen hat dieses Schafe-rund-um-die-Uhr-Programm so gut gefallen, dass sie vor lauter Freude gleich läufig geworden ist!
Recht herzlichen Dank auch an Karin für die Organisation der Hüte-Rundtour, denn ohne ihre guten Kontakte zu netten Schafbauern wäre dieser gestrige Border-Collie-Traumtag natürlich nicht möglich gewesen!
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Langenlois-Trial 2011 - Qualifikation für das Continental (EM) in Schweden
25.7.2011 von Wolfgang.
Ein langes Wochenende in Langenlois liegt hinter uns. Lang deshalb, weil es bereits am Freitag begann und Sonntag spätabends endete.
Trials in Langenlois bei Willi Klaffl haben ja schon den Ruf, besonders schwer und anspruchsvoll zu sein, weil sein bisheriges Trialfeld in Kombination mit seinen Schafen, den Hunden und Handlern alles an Können abverlangten. Nun hat Willi das Nebenfeld dazugekauft und bot erstmals die Möglichkeit, auf einem wunderschön breiten und langen Feld trialen zu können.
Freitag waren Klasse 1 und Klasse 2 am Programm. Ich war als Richter in Klasse 1 geladen, gemeinsam mit Christa Veits, und wir hatten einen tollen Nachwuchs an Trialhunden zu bewerten. Ich hätte zwar auch Klasse 2 richten sollen, da ich aber meinen Youngster Glen gemeldet hatte, sprang Kathi Gleis gemeinsam mit Christa Veits fürs Richten ein.
Und froh war ich, daß ich die Läufe mit Glen gemacht habe, denn der Bub war einfach wieder eine Klasse für sich. Beim 1.Lauf erhielt er 94 v. 100 Punkten und beim 2.Lauf, aufgrund eines überhysterischen Schafes “nur” 83 Punkte, was aber bei weitem für den bereits 4. Sieg in Serie reichte. Wenn das so weitergeht werde ich wohl o übel bald mit ihm in die Open class (Klasse 3) aufsteigen. Distanzen sind ja für ihn kein Problem. Ich bin wirklich sehr glücklich und stolz auf den erst 17 Monate alten Buben.
Samstag gabs dann die Qualifikation für die EM mit dem Richter Eric Barfoot aus Nordirland. Der strenge Richter, zwar lustig und sympathisch, schenkte uns nichts. Der lange, lange Samstag endete im Regen mit Willi Klaffls Canda am 1.Rang und meinem Darla-Schatz am 2.Rang sowie dem Czechen Miroslav Kozlov am 3.Rang. Somit waren die Ränge für die EM in Schweden klar.
| 1 | Mrs Barbara Weinrauch | Tom | ISDS 270205 |
| 2 | Mr Wolfgang Lipczenko | Darla | ISDS 289412 |
| 3 | Mr Willi Klaffl | Canda | ISDS 271589 |
| 4 | Mrs Kathrin Gleis | Aimee | ISDS 286329 |
| 5 | Mr Günther Kramer | Brad | ISDS 279580 |
| 6 | Mr Hubert Mittmannsgruber | Annie | ISDS 275374 |
| 7 | Mrs Kathrin Gleis | Cole | AT/294314 |
| 8 | Mrs Caroline Pilz | Sky | ISDS 289943 |
Hier nochmals allen Team-Kollegen die allerherzlichste Gratulation zur Qualifikation! Schweden wir kommen!!!!!
Am Sonntag gabs erstmalig in Österreich einen Finallauf mit Doppel-Gather (Doppel-Outrun), was uns Teammembers natürlich besonders freute, da wir sowas ja sonst nie bekommen. Die Startreihenfolge wurde gestürzt, was bedeutete, daß ich mit Darla am Ende des Tages als Vorletzter starten sollte. Mir schwante nichts Gutes. Das Wetter tat sein Übriges, um die Stimmung noch zu verschlechtern. So wartete ich den ganzen Tag mit zunehmenden Kopfschmerzen und konzentriert zusehend bei jedem Lauf vor dem Unsrigen. Mir war schon aufgefallen, daß sie Schafe gegen Ende des Tages immer schneller den Parcours beenden wollten und als ich mit Darla startete, voll konzentriert und gut vorbereitet geschah das, was man am wenigsten wünscht. Nach einem ersten super Outrun mit genügend Distanz zu den Schafen und einem leichten Lift-Stubser Darlas rannte das Pack wie die wilde Jagd Richtung Ausgang, Darla konnte sie noch korrigieren und wenigstens durch das Fetchgate manövrieren, wo sie dann bis zum Post (zu mir) rannten, obwohl Darla längst lag und auf ihr Look-back wartete. Das Look-back nahm sie perfekt aufs erste Kommando, drehte um, lief im weiten Links-Bogen nach hinten, als sie auf ca. 10 Uhr war, jagten die gestellten Schafe in meine Richtung, sprich zu den wartenden Schafen, ich korrigierte Darla am Outrun und ließ sie schräg reinkommen, aber da die Schafe so weit weg waren, konnte sie sie nicht mehr durchs Fetchgate bringen, dann hatten wir einen engen Turn und wieder fetzten die Schafe davon, ich hab sowas erst gaaaanz selten erlebt. Da plötzlich die Unterbrechung: Der Richter gab mir einen Re-Run, wegen der zu früh wegfetzenden Schafe. Ich war zwar etwas verwundert, nahm aber an und hatte nur einen Lauf, um Darla auszurasten, was aber leider nicht reichte, denn die Maus war beim Start des Re-Runs noch immer schwer am Atmen.
So starteten wir den 2. Lauf, wieder schöner Outrun, wieder wilde Schafe (die wollten einfach nicht mehr), wieder perfekter Look-Back, wieder weiter 2. Outrun, wieder wilder Fetch ohne Fetchgate, so eine Sch….., wenn was schiefgeht, dann gehts gleich komplett. Der Drive war eine wilde Jagd, obwohl ich Darla sehr bremste, mußte ich sie ja doch die Schafe korrigieren lassen. Ein Drive-Gate verpasst. Shedding-Ring, von 10 Schafen die 3 markierten plus 2 unmarkierten abshedden und einpennen. Perfekter Shed und dann beim Pen ein einzelnes Schaf, wo ich immer sage, das ist für den Griller, das außen herumrennt, nicht in den Pferch will, hysterisch herumzickt, einfach nicht will. Mit viel Einsatz und Geduld aber doch eingepfercht. 9 Punkte weg. Fertig! Darla fix und foxi mit bläulichweisser, dicker Zunge, wild und heftig atmend, leicht wankend. Und dann das Unfassbare. Der Richter will mir noch einen Re-Run geben, denn die Schafe waren ja wieder zu früh weggelaufen. Was soll ich tun? Alle Schafsteller sind angefressen, Darla am Ende, meine Konzentration am Ende. Er gibt uns 5 Minuten zum Erholen - lächerlich!!! Ich gehe wieder zum Pfosten, da kommt eine Gruppe Schafe von rechts, die ich zum Sammelpfosten stellen soll, um dann von dort mit Darla das 3.mal den Look-Back-Outrun zu machen. Ich bin sauer und mach mir um Darla Sorgen. Wir stellen die Schafe hin, ich positioniere Darla und will sie senden - und wie erwartet sind ihre Nerven total am Ende, sie zirkelt herum, verliert die Orientierung, zappelt hin und her, bis ich sie nach viel herumgeschrei endlich nach hinten zu den Schafen bringe, dann ein besserer Fetch, aber wieder schnell, zu schnell für die fertige Darla und grad noch das Gate. Und diesen Scheiß hat er dann bewertet. 7 Punkte für den Outrun und 10 Punkte für den Fetch weg, na Danke. Auf sowas kann ich verzichten. Er hat sich nachher 10x entschuldigt, er wollte es nur fair für uns machen, weil er Darla und mich so mag, aber hat es de facto nur schlimmer gemacht. Solche Re-Runs werde ich nie wieder annehmen!!!
Dieses “Entgegenkommen” hat uns auf den unrühmlichen 10 Platz zurückgeworfen, was das schlechteste Ergebnis ever für Darla ist. Ich hoffe, auch das letzte Mal. Ich ärgere mich nur, daß ich zugelassen habe, meine Darla so an ihr Limit kommen zu lassen. Aber GsD ist sie heute wieder lustig und munter. Und somit werden wir dieses Finale in die Kategorie “schlechte Erfahrungen” einreihen und aus dem Gedächtnis löschen um uns wieder dem Erfolg zu widmen.
Jedenfalls bin ich mächtig stolz auf unsere Qualifikation und Glenchens 3. Sieg in Klasse 2 und insgesamt sein 4. Sieg in Serie. Brave Hunde!
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Lightspeed-Familie und Zicksee-Hütetraining 2011
14.6.2011 von Wolfgang.
Bei brütender Hitze haben wir diesmal sehr viele Teilnehmer auf den weiten Feldern der Zicksee-Ranch Lehner begrüßen dürfen. Die Hitze zwang uns sogar eine lange Mittagspause einzulegen, was für Schafe und Hunde gleichermaßen notwendig war. Besonders gefreut haben wir uns über Lisa mit Gordy (Lightspeed Hyperspace) aus Deutschland, die den weiten Weg nicht gescheut hat, ein paar Mädels unserer Stamm-Frauschaft (Elke, Dani und Christina), einige Besitzer von sehr talentierten Hunden aus Kathi Gleis E-Wurf sowie gänzliche Neulinge, die ihre Hunde tatsächlich zum ersten Mal an den Schafen hatten. Bei derart vielen Teilnehmern blieb gerade noch Platz und Zeit für eine Selbsttrainiererin (Christa) die ihre Trainingseinheiten sehr rücksichtsvoll mit unseren Trainingsrunden abgestimmt hatte, danke Christa.
Die Stimmung insgesamt war sehr positiv, das Wetter eigentlich wunderschön, aber eher zum baden, die Schafe wieder sehr kooperativ (danke an dieser Stelle unserem Hannes Lehner fürs zur Verfügung stellen seines Geländes und seiner Schafe) und schließlich konnten wir den einen oder anderen Neuling davon überzeugen, daß das Arbeiten mit Hunden an Schafen eine sehr interessante und lohnende Sache ist. Danke allen Teilnehmern fürs Kommen und bis zum nächsten Mal.
Es macht wirklich Freude zu sehen, wie sich die Lightspeed Familie ausdehnt und wie sich die Enkel, Neffen und Nichten entwickeln!
Aus der „angeheirateten“ Verwandtschaft stammt der süsse kleine Flynn, Sohn vom berühmten Jason of Jennifers Bonfire und Lightspeed Evening Sky aus dem „Lightspeed-Agility-E-Wurf“. Flynn arbeitet sehr zu meiner Freude auch überaus hilfsbereit und willig an den Schafen. Er ist -ganz seinem Charakter entsprechend- immer sanft zu den Tieren und eifrig, das Richtige zu machen. Ganz ein süsser Junghund, der kleine Flynn!
Der kleine Gordy, Lightspeed Hyperspace, der gerade ein Jahr alt geworden ist, war mit seiner Lisa bei unserem Trainingstag am Zicksee. Optimal gefördert von seinem Frauerl zeigte er sich wirklich gut, sehr aufmerksam und folgsam an den Schafen! Das macht wirklich Freude, da die rasanten Fortschritte zu sehen! Gordy wirkt schon beinahe erwachsen!! Trainert weiter so toll, ihr zwei!
Gordys Schwester Lightspeed Hypersonic (Io) war eine Woche auf Urlaub bei uns. Sie ist eine wunderschöne junge Dame geworden, die unbedingt gefallen will, und die sich schon sehr darauf freut, endlich ihre Ausbildung in Angriff nehmen zu dürfen!
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Internationales Fritz-Maierhofer-Geburtstags-Trial!
6.6.2011 von Synve.
Am 4. und 5. Juni 2011 fand in Waldburg auf den bewährten Trialfeldern der „Schafscheucher“ Mirjam Lettner und Günter Kramer ein wunderschönes grosses Open Trial zu Ehren von Fritz Maierhofers 70.ten Geburtstag statt!
Fritz war in den Anfangszeiten der Austrian Sheepdog Society deren Obmann und veranstaltete unter anderem das erste österreichische Continental, die Hütehunde-Europameisterschaft 1998. Fritz führt im Moment nur einen Hund, die viffe kleine Peg, aber aus den alten Zeiten hat er noch viele Freunde aus der hochkarätigen Trial-Szene Europas. Diese hatte er zu diesem besonderen Open Trial alle eingeladen, und wer es irgendwie mit seinen Terminen vereinbaren konnte, war auch gekommen. So war es auch ein wunderbares Treffen der Who-is-Who des deutschsprachigen Trial-Geschehen! Da es bei diesem Trial ja um Fritz’ Geburtstag ging und nicht um die Erreichung von Quali-Punkten oder Cup-Platzierungen, war die Stimmung auch in ganz besonderem Masse freundschaftlich, positiv und wertvoll! Es war ein Vergnügen, den vielen Top-Handlern und ihren wunderbaren Hunden zuzusehen, wie sie versuchten, die (nicht ganz unbeträchtlichen) Schwierigkeiten des schönen Trial-Feldes zu meistern.
Obwohl es nach einem schönen offenen Trialfeld aussah, gab es vor dem Fetch-Gate und rund um das erste Drive-Gate durch Hügel-Verschneidungen offensichtlich grosse Areale, in denen die Hunde akustisch verwirrt reagierten, ob durch ein Echo oder einfach schlechter Akustik, jedenfalls nannten wir den ganzen Bereich um diese zwei Tore bald „das Funkloch“.
Hier gab es bei vielen Hunden die seltsamsten Reaktionen auf ansonsten ganz normal genommene Kommandos!
Ging an dieser Stelle irgendetwas allzu schief, waren die Schafe auch schon dahin und hüpften über das Bächlein und die Böschung hinauf, wo sie sich offensichtlich vor dem Trial verabredet hatten, sich im Falle des Falles auf der Strasse wiederzutreffen, von wo sie den Weg in die heimatlichen Ruhe-Weiden kannten!!!
Eine weitere Falle war der Shedding-Ring, in dem der eine oder andere Handler letztlich hängenblieb, weil die Schafe eine intensive Freundschaft mit seinen Knien geschlossen hatten und sich einfach nicht mehr teilen lassen wollten.
Also ein durchaus anspruchsvolles Trial, das durch die vielen tollen Handler und Hunde und ihre diversen Lösungsansätze wirklich spannend zu verfolgen war.
Der Richter war Simon Mosse aus Irland. Die „Schafscheucher“ hatten wieder hervorragende Organisationsarbeit geleistet, und alle Abläufe funktionierten wie am Schnürchen, die Schafen liefen gut und fair für alle, und natürlich sorgte allein schon die herrliche Landschaft, in die man ein ganzes Wochenende schauen durfte, für Urlaubsstimmung.
In Erinnerung bleiben wird es natürlich als Fritz-Trial, besonders wegen der prominenten internationalen Teilnehmer und der tollen Stimmung, in der sich alle versammelt hatten! Das war wirklich ein Event, das in Erinnerung bleiben wird!
Auf die Ergebnisse sind wir Lightspeeds wirklich sehr stolz, denn am Samstag wurde Wolfgangs Darla Zweite, zwischen Claus Börners beiden Top-Hunden Snip und Del, und am Sonntag gewann Julie vor Schweizer Top-Handler Ruedi Roth und Anita Hermes’ Mitch!!
Damit man eine kleine Vorstellung von der Prominenz des Starterfeldes bekommt:
Ruedi ROth war 18 Mal Continental Starter für die Schweiz, Zweiter in 1987, wieder Zweiter 1990 und Dritter 2006
Claus Börner war Dritter beim Continental in 1994 und Zweiter in 1995. Seine ruhige, entspannte Art, seine Hunde zu führen, ist ein wahres Vorbild für alle!
Anita Hermes war 13 Mal deutsches Continental Team Member 13 und viermal Finalistin.
Wir sind also sehr stolz, unter so prominenten Mit-Handlern platziert zu sein!
Für die Bestplatzierten an beiden Trialtagen, sowie für den Richter und die Veranstalter hatte Fritz, der nicht nur ein wunderbarer Mensch sondern auch ein bekannter Schmuck-Künstler ist, wunderschöne Preise hergestellt, also freuen wir uns natürlich extrem, dass es uns gelungen ist, je eines dieser limitierten Einzelstücke zu gewinnen!
Danke lieber Fritz, für die Einladung zu diesem wundervolle Event und die schönen Preise, die bei uns einen Ehrenplatz in Regal und in der Erinnerung bekommen werden!!
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Gummi-Flummy-Guinchen, der Frisbee und der Zicksee
30.5.2011 von Synve.
Mein kleines Gummi-Flummy-Guinchen! Jetzt muss ich auch noch den Frisbee-Sport dazulernen, weil sie derartig spektakuläre Sprünge einfach so anbietet, dass ich es ihr schuldig bin, dass ich ihr auch vernünftige, möglichst wenig gesundheitsschädliche Würfe anbiete!!! Danke, Fatma, für die tollen neuen Tips! (und natürlich Kerstin für die Grundeinschulung!)
Ein grossses Danke an Robert Furian für die super Bilderserie!!!! Meine kleine Kamera schafft es bei solchen Motiven gerade einmal ein verschwommenes Schwanzspitzerl ins Bild zu bekommen!!
Auch von Robert ist dieses fesche Hütebild vom Guinchen, auf dem sie viiiel braver aussieht als sie an den Schafen ist! Sie ist so mutig an den Schafen, dass ich noch nichts gefunden habe, das sie beim Trainieren irgendwie beeindrucken (und damit vielleicht ein wenig verlangsamen!
würde!! Von Guinchens Tempo und Draufgängertum wird den Schafe im Moment eher noch ein wenig blümerant!
So ein Streberlein wie Brüderchen Glen ist sie halt nicht!
Robert und Fatma waren diesen sonnigen Sonntag mit uns am Zicksee mit ihrem Lightspeed Enkerl Dana vom Sonnigen Garten, Josie gerufen, die sich sehr schön an den Schafen präsentiert hat!
Die nächste Trainingsmöglichkeit am Zicksee gibt es wieder am Montag, 13. Juni, Pfingstmontag!
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