Sonne, Schnee und Zackelschafe

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Meine Hunde und ich sind Fans von diesem Sheepdog Center, der Szarvas-Tanya in Ungarn, südöstlich von Budapest.

Nicht nur gibt es dort unendliche Weiten zum Herumtoben für die Hunde sowie Felder in jeder Grösse bis zu enormen Outrun-Feldern, auf denen die Gefahr besteht, dass der Hund verloren geht, weil es keine Grenzen gibt, die ihn halten würden. (nachdem es aber auch keine Strassen dort gibt, kann aber auch dann weiter nichts passieren, ausser dass man eben warten muss, bis er wieder zurück findet). Die Zackelschafe gehen für Anfänger und Fortgeschrittene und auch genauso für andere Rassen als Border Collies.

Um das Hüteurlaubserlebnis komplett zu einem Vergnügen abzurunden, wird man auf Wunsch auch noch mit Vollpension bekocht. Ich liebe die ungarische Küche ja für ihre noch unverfälschte Verwendung von ausschliesslich „echten“ Lebensmitteln. Dort kocht man wirklich noch echtes Essen, keine Packerl oder Fertigmischungen.

Der Cholesterinspiegel wird zwar nicht geschont und eine Diät braucht man nach so einem Wochenende auch. Aber es macht einfach glücklich.

Glücklich zurück kamen auch die Hunde, die sich so richtig austoben konnten und endlich wieder soviele Kilometer laufen durften wie sie gerne wollten. Die kleine Nora hatre beim Nachschlafen am Montag noch einen zufriedenen Grinser auf.

Ebenfalls dabei war Kerry und seine Mama Cherry, die holländische Zuchthündin aus dem Zwinger vom sonnigen Garten, die sich nach ihrem Herbstwurf wieder ein entspannendes Hütewochenende gönnen durfte.

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Und Hannes Weber mit Josie, Lightspeed Love Affair, und seinem neuen irischen Import Dreamwork Gealai, ein kräftiges, freundliches Bärchen mit angenehmem ruhigen Temperament. Gealai durfte natürlich ein bisschen an die Schafe und sah auch da cool und vielversprechend aus.

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Für die kleine Josie gab es die Möglichkeit, einmal so richtig riesengrosse Outruns auszuprobieren. So gross, dass sie eine neue Richtungsanweisung annehmen lernen musste, um noch einmal über einen kleinen Hügel hinaufzulaufen, auf dem die Schafe positioniert waren.

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Auf diese Aufgabe freue ich mich schon mit meiner kleinen Nora beim nächsten Mal in der Szarvas-Tanya. Nora hat mir viel Freude gemacht, dieses Wochenende. Sie war durchgehend sehr exakt, genau und konzentriert. Wohl zum Dank für das schöne Wochenende! 🙂

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Warnendes Nachwort für winterliche Hütepfeifen-Verwender:  Ca. ab minus acht Grad sind Metallpfeiferl mit Vorsicht zu verwenden. Wenn man sie eine Weile nicht im Mund hat und dann wieder pfeifen will, muss man sie unbedingt vorher vorsichtig kurz aufwärmen. Die Zunge friert nämlich sonst in Null-Komma-Nichts am Metall an! Das gilt auch für Aluminium. Bekommt man dann die spontane Panik und zieht das Pfeiferl schnell ab, folgt natürlich auch ein kleines Stück Zungenoberfläche. Bis die wieder nachgewachsen ist, steht einem dann eine längere schmerzhafte Zeit bevor. Ja, das habe ich vor vielen, vielen Jahren einmal ausprobiert und kann es nicht zur Wiederholung empfehlen! 😉

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Hier habe ich übrigens einen Link gefunden, der zeigt, wie die Aufgaben bei einem Sheepdog Trial für die praktische Arbeit verwendet werden können. Die traditionellen Aufgaben sind tatsächlich so gut ausgedacht, dass man sie unverändert als Ziel bei der Hütehunde-Ausbildung stehen lassen kann. Ein Hund, der für Trials gut ausgebildet ist, wird auch auf alle Fälle ein nützlicher Koppelgebrauchshund sein.