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Archive für April 2011
kleine Prüfungen, grosse Freude
30.4.2011 von Synve.
Obwohl die Wettervorhersage für heute wirklich nicht rosig war, und wir schon auf Gewitter, Sturm und Sturzregen eingestellt waren, hatten wir dennoch an diesem Prüfungstag in Ebreichsdorf viel Glück und noch bestes Frühlingswetter. Erst nach Prüfungsende öffneten sich die Regenschleusen! Vergönnt, vergönnt! Es darf ja ruhig auch dazwischen regnen, damit das Gras schön grün bleibt und die Schafe recht viel zu knabbern haben!
Jedenfalls können wir der kleinen Lightspeed Gillian, dem kleinen veterinärmedizinischen Wunder-Wutzi, das vor zwei Monaten von der Vet-Med Wien wegen mysteriösem akuten Nierenversagen eingeschläfert hätte werden sollen (siehe entsprechenden Blog-Artikel) und sich dann aber wieder spontan und von selbst komplett erholt hat, als erstem der Lightspeed G’s zu einer offiziellen Prüfung gratulieren. Sie hat heute die BH mit dazugehörigem Verkehrsteil bestanden! Brave Gillian und brave Katharina, die sie damals nicht auf der Vet-Med zurückgelassen hat, sondern sie gegen deren Empfehlungen mit nach Hause genommen hat, wo sie wieder gesund werden konnte. Zu der Courage, gegen das Anraten der hohen Doktoren nach der eigenen Hundebesitzer-Intuition richtig zu handeln, können wir ihr nur nochmals gratulieren!
In Ebreichsdorf sind die Prüfungen jedenfalls immer sehr nett und familiär, und man hat das Gefühl, dass wirklich noch der Hund im Mittelpunkt steht. Das kleine Guinchen durfte dort heute ausser Konkurrenz “an der Wurst” die BH mitgehen. Dafür bin ich sehr dankbar, denn die Gelegenheit bekommt man sonst nicht so leicht. Dabei wäre es meiner Meinung nach für viele Hunde ein sanfterer und motivierenderer Einstieg in die UO-Prüfungen, so beginnen zu dürfen. Guinchen hat heute eine lustige und leckere Erfahrung unter Prüfungsbedingungen haben dürfen, und nicht die typische “Leider Nicht”-Enttäuschung erlebt, die so viele Hunde in der Prüfung frustriert werden lässt, wenn sie entdecken, dass es hier anders als beim Training nichts zu holen gibt! Also danke Sandra Haslinger und dem Richter Karl Weber fürs Ermöglichen des Starts ausser Konkurrenz.
Flyte, mit dem ich gerade ein paar Antritte für die Prüfungsroutine sammle (und der jetzt letzte Woche Am Riederberg auch schon eine schöne BGH3 zu seinen Prüfungsstufen hinzugefügt hat), trat in der GH1 an, und konnte sich ein V mit schönen 217 Punkten, erarbeiten. Mit Flyte bin ich sehr zufrieden, aber ein paar unabsichtliche Führerhilfen, die mir selber gar nicht auffallen, muss ich mir offensichtlich noch abgewöhnen! Auch bei diesem Sport ist es eben nötig, dass einem immer wieder jemand ganz genau auf die Finger, Füsse und Hände schaut, damit man nicht unnötige unwillkürliche Hilfsbewegungen macht!
Im Unterschied zur BGH wird ja jedes kleine Zucken mit dem Knie, jede Drehung der Schulter, die von der totalen Neutralität abweicht, beinhart abgezogen. Will man 10 Punkte auf seine Übungen bekommen, muss der Hundeführer lernen, ungeheuer diszipliniert mit allen seinen Bewegungen umzugehen. Das bekommt man so genau gar nicht hin, ohne dass es sich jemand von aussen ansieht- oder man seine eigenen Videos studiert! Erikaaaa! Lass uns üben!!!!
Zum Verkehrstest, den ja seit 2011 auch alle angehenden Agility-Hunde absolvieren müssen, waren an diesem Prüfungstag ganz schön viele Hunde angereist. So war es eine wirkliche Freude, die lange Prozession von Hund-Mensch-Teams in friedlichster Eintracht durch den Prüfungs-”Verkehr” aus Joggern, Autofahrern, Radfahrern und entgegenkommenden Hunden ziehen zu sehen! Das müssten sich die Politiker und Hundehasser einmal ansehen, wie gesittet Karavanen von Hunden durch den “Verkehr” ziehen können, wenn sich alle Beteiligten ein wenig mit Hunden auskennen! Sind doch sicher die meisten “Unfälle” mit Hunden auf Leichtsinn und Unachtsamkeit seitens der Menschen zurückzuführen! Dass ich keine Kleinkinder alleine mit Hunden Ball spielen lasse oder meinen Hund unbeausichtigt am Spielplatz auslasse, sollte einem doch der Hausverstand sagen. Das fällt für mich in die selbe Kategorie wie das Trocknen von nassen Katzen im Mikrowellenherd.
Bei nicht sachgemässer Verwendung kann doch alles schädlich und gefährlich sein, oder?
Für den Verkehrstest hatte ich jedenfalls einen Leih-Hund zu führen, die Aslan-Tochter LeeLoo, die ich vom Hüten kenne, und die sich ohne jegliches Verkehrstest-Training wirklich brav geschlagen hat. LeeLoo hat sich zwar ein wenig gewundert über die (für sie langweilige) Prüfung, denn normalerweise, wenn sie mich sieht, darf sie an den Schafen arbeiten. Brav war sie aber trotzdem sehr.
eifrig hütende LeeLoo
Also wieder eine sehr liebe kleine Prüfung in Ebreichsdorf
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Welpen, Lämmer und Jung-Rehe
25.4.2011 von Synve.
Hier ein kleiner Clip von Julies Oster-I-Welpen. Wie man sieht, gedeihen die drei ganz prächtig. Zu dritt an Julies reichlich gefüllter Milchbar leben sie geradezu im Schlaraffenland und sind schon richtige kleine runde Robbenkinder!!! Julie hat sich inzwischen auch sehr gut von der Operation erholt und ist wieder ganz gut gelaunt und glücklich! http://www.youtube.com/watch?v=JA3P6cny1sc
Das kleine Guinchen beim Üben von kleinen Unterordnungs-Lektionen, belohnt durch ihr Lieblingsspielzeug, den Frisbee!!! http://www.youtube.com/watch?v=Ew9PFdqnOIk&NR=1
Und so sieht das Guinchen im Moment gerade an den Schafen aus: http://www.youtube.com/watch?v=VNSkhnBWCgU
Und das ist ihr Bruder Glen, der schon mit Pfeifkommandos arbeitet: http://www.youtube.com/watch?v=M9ClnNNf5pY
Auch auf der Schafweide ist natürlich gerade Kindergartenzeit, und die kleinen schwarzen Lämmchen turnen munter zwischen ihren Müttern herum. In diesem Wäldchen “wohnt” die Herde. Hier ist man geschützt vor der Mittagssonne, vor Regen und vor den Blicken von neugierigen Spaziergängern, die die Schafe, wenn sie ganz stillhalten, gar nicht in ihrem Versteck entdecken! Manchmal lassen die Schaf-Mamis ihre Kleinen dann doch ein wenig ausserhalb des Wäldchens spielen und springen. Aber die ganz Kleinen halten sich meistens noch im Wald auf.
Nicht nur Hunde und Schafe haben im Moment Jungtiersaison- nein, auch zwei junge Rehe hatten sich gestern ins Schafgege verirrt! Offensichtlich waren sie in einem Moment des Übermuts einfach über den Zaun gesprungen und hatten sich auf dem Schafhang amüsiert. Als dann die ganze Lightspeed-meute anrauschte, bekamen sie natürlich einen gehörigen Schreck und wussten nicht mehr genau, wie und wo sie hereingekommen waren!! Einige hektische Runden die Innenseite des Zauns entlang waren notwendig, bis dem schlaueren Reh wieder einfiel, wie gut Rehe springen können. Und da war der seltene Besuch auch schon wieder über alle Berge!!
Glen hat eines der Rehe erspäht!
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Plötzlicher I-Wurf
20.4.2011 von Synve.
Das war ein überraschend aufregender Dienstag, 19. April!!!
Nachdem Julie ihre bisherigen Würfe immer am 63.ten Tag bekommen hat und davor schon tagelang deutlich angezeigt hat, hatte ich am Montag, dem 58.ten Tag zwar schon Welpenkiste und -Auslauf bezugsfertig gemacht und die ersten zwei Maschinen Vet-Beds, Fleecedecken und Tücher gewaschen, aber wirklich noch nicht mit weiteren Geschehnissen bis zum Wochenende gerechnet.
Aber man soll eben nicht glauben, man weiss schon, was kommt. Es kommt immer anders!!!
Bis jetzt hat Julie ihre Welpen immer in den Tiefen der Nacht bekommen, nach langer deutlicher Vorbereitungszeit und mehreren mitdurchwachten Nächten meinerseits.
Ich konnte es also gar nicht glauben, als gestern ohen irgendwelche vorherigen Anzeichen mitten am helllichten Nachmittag die Geburt losging! Schwupp war der erste Welpe da, so schnell, dass es Julie noch nicht einmal in die Wurfbox geschafft hat! Nachdem ich Julie und ihren kleinen Mini-Blackie in die sichere Box übersiedelt hatte, ging das Warten los. Nachdem eindeutig noch Welpen in der kleinen Julie herumrumorten, aber die Geburt leider einfach nicht weitergehen wollte, mussten wir um 6h in die Tierklinik Breitensee fahren. Leider konnte auch durch entsprechende Hormone und trotz liebevoller Behandlung durch das Team die Geburt nicht wieder zum Laufen gebracht werden, also blieb am Abend nichts mehr übrig als ein Kaiserschnitt.
Zwei Welpen waren noch versteckt, zwei typische Julie-Kinder. Ein kräftiger Bub, gezeichnet wie mein Guinchen und ein süsses Mädchen mit einem schwarzen Punkt am Köpfchen. Alle drei Welpen waren in einem Geburtshorn gewesen, das andere war leider inaktiv und voller Zysten. Also musste Julie auch noch kastriert werden.
Spät in der Nacht nach bangen Stunden des Wartens, wie das ausgehen würde, konnten wir mit unserer kleinen Familie wieder nach Hause fahren.
Danke dem Team der Tierklinik Breitensee für die kompetente und aufopferungsvolle Betreuung! Welpen, die nicht natürlich geboren werden, gut ins Leben zu bringen, ist gar nicht so einfach, weil die Lebensstimulation des Geburtsvorgangs fehlt. Das muss also das Tierärzteteam übenehmen! Dann dauert es auch noch (für uns Wartende ewig) bis die Mama den kleinen Nachzüglern zu Verfügung steht für die so wichtige erste Milchportion, die den überlebenswichtigen Energiekick und auch die wichtige Grundimmunisierung liefert!
Zum Glück haben sich Mama und die drei Babies inzwischen schon recht gut erholt, obwohl das süsse kleine Mädchen noch ziemlich dünn ist und noch kräftig trinken muss, was sie aber auch sehr motiviert versucht. Auswahl an der Milchbar ist ja für die Drei ausreichend vorhanden!!
Fotos mit einem Tag:
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Bei den Osterlämmern
17.4.2011 von Synve.
Auf der Schafweide herrschen idyllische Zustände. Die Obstbäume stehen in freundlich-bunter Blüte, und nach dem weissen Vorzügler-Lammböckchen kommen jetzt auch die kleinen Heidschnücklein auf die Welt- als pechschwarze Lämmer, die sich aber von ihren Mamas noch nicht aus ihrem schützenden Wald herausgelassen werden!
Das schöne mehrfach graue Fell bekommen die Heidschnucken erst im zweiten Jahr. Sie starten schwarz, sind dann lange dunkelbraun, und währenddessen wächst von unten das Vliess langsam grau nach. Die braunen Jünglinge, die bei dieser Herde dabei sind, werden sicher nach der Schur schon grau aussehen!
Weil es so ein schöner Tag war, durfte auch Opa Celtic mit auf die Weide, wo er sehr glücklich herumgeschlingert ist (und sich immer sehr gefreut hat, wenn er mich gefunden hat- er sieht ja nicht mehr so gut und hört so gut wie nichts, da kann es schon passieren, dass man ihm kurzfristig abhanden kommt. Dafür freut er sich dann immer sehr über jedes Wiederfinden!!!)
Celtics Tochter Darla ist gerade ein wenig eifersüchtig auf ihren Halbbruder Glen, der von Wolfgang bereits fleissig trainiert wird und (im Vergleich zu seinem Schwesterche, dem Guinchen) schon richtig erwachsen aussieht. Dass Glen so viel drankommt, wo sie doch alles besser kann und überhaupt schon viel länger da war, das ist sehr hart für Darla, und wo immer sie kann, versucht sie, Glen seine Übungen “wegzuschnappen”.
Mama Julie ist jetzt bereits zu rund als dass man sie an den Schafen viel machen lassen könnte. Schliesslich warten wir auf kleine Osterhasen-Babies von ihr! Aber sie durfte natürlich mitgehen, die Schafe weiden lassen und helfen, sie dort zu halten, wo sie bleiben sollten. Ruhige Aufgaben für sonnige Sonntage mit vielen Sonntagsspaziergängern!
Guinchen, keck und lustig wie eh und je, durfte ein wenig üben, über die treppenartigen Verschneidungen auf der schrägen Weide hinwegzuflankieren. Da sie derlei optische Täuschungen an den Schafen noch nicht kennt, war das gar nicht so einfach für sie zu begreifen! Junge Border Collies haben ja einen gewissen angeborenen “Cast”, schlagen also aus Instinkt seitlich raus, um in Bögen um die Schafe zu laufen und sie dann in Richtung ihres Schäfers zu bringen. Wenn die Schafe aber gerade nicht optimal sichtbar sind, weil sie etwa über oder unter einer Geländetreppe “versteckt” sind, braucht es eben ein wenig Training, um sie dazu zu bringen, dass sie ihren Instinkt auch mit Hirn einsetzen, also sich zuerst orientieren, wo die Schafe sind, und sich notfalls die Position auch ein wenig zu merken, für den Fall, dass die Schafe über Teile des “Outruns” nicht zu sehen sein sollten! Nach anfänglichem Erklärungsbedarf und einiger verwirrter Zirkel hat es das Guinchen am Ende geschafft, und ich war sehr stolz auf sie! Ich hoffe, sie merkt es sich bis zum nächsten Mal!
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Nicht schimpfen, ich war’s nicht (glaub ich!)
16.4.2011 von Synve.
Der Frühling hat sich ja eine kleine Pause genommen, um das frisch sprossende Grün schön ausgiebig nachzugiessen. Auch ist es leider wieder recht fröstelig und ungemütlich. Also ist diese Woche ziemlich viel Training ausgefallen, und die armen Hunde mussten ein bisschen alleine zuhause bleiben, während ich den Regen genutzt habe, um lauter wegen Schönwetter aufgeschobene Wege zu erledigen.
Jetzt ist das kleine Guinchen ja ein richtiger Schatz, und ein ganz süsses, super-motiviertes Border-Mädchen, mit dem ich ganz viel Freude habe. Aaaaber: brav ist sie leider nicht wirklich. Dabei will sie, glaub ich, gar nicht schlimm sein. Aber wenn sie zu hause bleiben muss, dann kann sie einfach nicht anders: Ein paar Dinge sind einfach zu verlockend für sie: Fernbedienungen zB.!!! Fernbedienungen beherrbergen gut versteckte Batterien und kleine leckere Lämpchen!! Kann man die einfach in Frieden liegenlassen, ohne genüsslich Batterien und Lämpchen herauszunagen. NEIN!!! Das schafft man einfach nicht!
Ich verstecke meine Fernbedienungen schon so gut ich kann, aber was hindert schon ein agiles Border-Mädchen wie das Guinchen. Sicher keine Gitter, Regale oder schwindelerregende Höhenlagen.
Kabel sind natürlich auch seeeehr verlockend, und gerade habe ich wieder zwei neue Steckdosen an zwei durchgebissene Kabel montieren müssen! Guin hatte noch Glück dabei, weil sie die Kabel offenbar zuerst ausgesteckt und dann erst abgebissen hat!!! Dabei verstecke ich meine Kabel wirklich sehr gut!!! Scheinbar noch nicht gut genug. Seufz!
Nicht ganz so schlimm wie der Kabelfrass, aber auch eine kleine Guin-Marotte: für eventuelle Welpen sammle ich immer gebrauchte Plüschtiere, die man dann den kleinen Raubtieren zum vergnügten Frass vorwerfen kann. Guin findet die versteckten Tierchen in meinen Regalen und nagt ihnen mit chirurgischer Präzision Nase und Augen ab.
Was die Guin-Erziehung in Bezug auf Zerstörungen so schwer macht, ist, dass sie sich wirklich überhaupt nicht schimpfen lassen will!!! Ich habe noch nicht einmal geschafft, sie wegen der Kabel bös anzureden.
Wenn man sie an den Tatort rufen will, um (ganz lieb) zu erklären, dass Kabelnagen nicht wirklich gesund ist, gibts schon kein Guinchen mehr weit und breit. Es versteckt sich. Hinterm Klo, unterm Bett, hinter der Julie-Mama!! Mit weiten Augen und vor Panik schlotternd!! “Nicht schimpfen, ich war’s nicht! Und ich tu’s auch nie wieder!! Bitte nicht schimpfen!!!” Dabei hab ich sie noch gar nie schimpfen können. Sie kann gar nicht wissen, wie es ist, geschimpft zu werden!!!! Wenn ich sie dann unterm Bett und hinter der Julie hervorgefischt habe, und sie zu den zerstörten Objekten gebracht habe, kann ich nur mehr in meinem allerliebstem Klein-Kinder-Morgen-Fernseh-Tonfall säuseln: “Du sollst doch nicht immer meine Fernbedienungen essen! Und Batterien sind gar nicht gesund für kleine Hunde! Und Kabel schon gar nicht! Kannst du das bitte, bitte nicht mehr machen??”
Guinchen ist jetzt 14 Monate alt. Ich kann ja nur hoffen, dass sie bald lernt, ihrer Zerstörungsanwandlungen selber Herr zu werden! Denn bei so einer Panik vor Korrektur fürchte ich, dass meine Erläuterungen kaum ihr Ziel erreichen.
Ach, ja, die Kerzen: Kerzen sind ja bekanntlich eine typische Nahrungsmittelergänzung von schwangeren Julies. Es KANN also sein, dass die Kerzen gar nicht so wirklich auf Guins Konto gehen, sondern dass sie die nur beim Durch-die-Regale-Klettern heruntergeholt und damit Julie quasi vor die Füsse geworfen hat! Aber die Fernbedienung und die Plüschtiernasen… das war das Guinchen, ganz klar!!!
Guin ist übrigens nur bei ihren Zerstörungen so korrektursensibel. Beim Lernen ist sie ganz normal. Allerdings verfolgt sie die (recht schlaue) Taktik, dass sie erst etwas macht, wenn sie es sich bei den anderen so lange angeschaut hat, bis sie eine gute Vorstellung davon hat, was sie tun soll. Und dann macht sie es einfach gleich richtig! Ta-Daaa! So muss man sich dann nicht peinlich schimpfen lassen!! Hehe!!
Ach ja, was auch ganz süss am kleinen Guinchen ist: sie ist sooo lieb zum alten Celtic-Opa, der seit seiner Operation im Winter zur Regeneration wieder in Wien bei uns war (und am Montag wieder hinaus in den Sonnigen Garten zieht, weil Wien auf Dauer für ihn dann doch zu langweilig wird)
Celtic wohnt, damit er seine verdiente Ruhe im Rudel hat, im grossen Welpenauslauf, aus dem er bei Bedarf auch (übers Sofa) herausklettern kann. Aber Julie und Flyte klettern nicht hinein und lassen ihn also dort in Frieden schalten und walten (und ein ganz eigenes Sofa bewohnen)
Aber das kleine Guinchen, das kommt ihn besuchen, mag ihn, spielt mit ihm, kuschelt sich zu ihm aufs Sofa, bringt ihm Spielzeug (ähm, Guinspielzeug mit abgebissenen Nasen…) Das ist wirklich sehr süss, denn normalerweise sieht die eher brutale Rudel-Logik ja bestenfalls vor, dass alte Hunde ignoriert und geduldet werden. Auf Gemocht- und Integriert-Werden haben sie im Rudel meist keinen so richtigen Anspruch mehr, sobald sie ihre Rechte nicht mehr selber durchsetzen können! Also wie nett, wenn ein alter Celtic-Opa ein liebes kleines Guinchen hat, das ihn besuchen kommt und lieb zu ihm ist!!! ![]()
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Frühling, Buschwindröschen und Show-News
10.4.2011 von Synve.
Mein armes kleines Netbook hat sich (durch einen unaufmerksamen Click meinerseits) einen ganz grausigen Facebook-Virus (win32 irgendetwas) eingefangen, an dem es jetzt seit einem Monat vor sich hin laboriert. Immerhin habe ich es wieder soweit, dass ich überhaupt wieder den Blog updaten kann und entschuldige mich hiermit für die zeitliche Lücke in der Berichterstattung. Sollte ich demnächst nicht regelmässig updaten, wird mein armes Netbook wohl endgültig dem Virus erlegen sein, denn weg ist er leider ganz offensichtlich noch nicht ganz, obwohl mein Virenschutzprogramm bereits einen ganzen Tag lang daran gestrickt hat, ihn aus dem System zu zuzeln!!
Inzwischen ist es bei uns Frühling geworden! Es ist herrlich sonnig und warm draussen, die ersten Lämmchen sind geboren, die Schafe wieder auf der grünen Weide, und die Buschwindröschen blühen in den Wäldern hinter der Hundeschule Wiental, wo wir seit einem Monat wieder eifrig im Freien trainieren!
Ich bin ja sonst nicht allzu blumen-sentimental, was vermutlich an meinem absolut schwarzen Daumen liegt. Die einzigen Pflanzen, die bei mir eine (geringe) Überlebens-Chance hatten, war Kresse. Und bei der mag es daran gelegen sein, dass sie nicht älter als eine Woche werden muss, bevor sie ohnehin am Butterbrot landet. Schon angeblich idiotensichere Anfängerpflanzen wie Kakteen oder Erbsen haben bei mir die “Patschen gestreckt”!
Bei Buschwindröschen werd ich aber einfach schwach! Die kleinen weissen Blümchen, sowie ihre blauen Kollegen, die Leberblümchen erinnern mich sooo an Skandinavien!! Buschwindröschen und Leberblümchen in zartgrün sprossenden lichtgrün-schwarz-weissen Birkenwäldern….. Idyllisches Astrid-Lindgren-Flair pur! Seufz!!!!
Hier die Halbgeschwister Flyte und Guin im Frühlingswald (zwar keine Birken, aber trotzdem schön!!)
Der Frühling macht bekanntlich unternehmungslustig, und so haben wir jedes Wochenende mit diversesten Terminen mit den Hunden gebucht. Unter anderem waren Julie und Flyte heute bei herrlichem Wetter auf der Ausstellung in Wieselburg. Ca. 50 Border Collies waren dort gemeldet, und diesmal kamen die Hunde aus praktisch allen Ecken der Border Collie-Zucht: Show-Hunde, Sporthunde, Arbeitshunde, sogar ein lustig doppelt gemottleter direkt ins Register eingetragener ISDS-Border, die kleine Paisley. Es war jedenfalls eine sehr lustige Runde. Aus jedem Züchterdorf zumindest ein Border-Collie…
Julie und Flyte standen in der Gebrauchshundeklasse alleine, aber ein V1 will auch alleine noch verdient sein, und so freue ich mich sehr über die schönen Bewertungen und die zwei CACs für meine beiden.
Flyte und Guin und die wunderbaren Buschwindröschen!!!!
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Agility-Inspirationen
10.4.2011 von Synve.
Tja. Seit ich das letzte Mal regelmässig bei Agility-Turnieren mitgemacht habe, ist inzwischen eine ganz schöne Zeit vergangen. 1999 war ich mit Celtic (Whenway Celtic Tradition) auf der WM, nach vielen Turniern und Antritten. Damals wurden gerade die frisch erfundenen Running-Contacts das erste Mal bestaunt und waren die Sensation auf der WM!
Der Trainingsstandard damals hiess jedenfalls, immer so zu rennen, dass man den Hund immer sehen kann! Keineswegs durfte der Hund jemals hinter einem wechseln.
Nun, in der Zwischenzeit sind Running Contacts eine von zwei Standard-Trainingsmethoden für Kontaktzonen. Um noch weiter Zeit einzusparen ist zusätzlich in den letzten Jahren das Tabu des blinden Wechsels gründlich gefallen. Blinde Wechsel und der berühmte “Change” sind Führtechniken, ohne die man die verschnörkselten Parcours unmöglich in einer kompetitiven Zeit schafft.
Und ganz ehrlich: obwohl ich auch in meiner Agility-Turnier-Abstinenz-Zeit allen Hunden, die ich geführt habe, zumindest die A1 beigebracht habe, benötige ich bei den Führtechniken “hinter dem Rücken” ein gewaltiges Update, wie meine Antrittsversuche mit Flyte in der A2 sehr deutlich gezeigt haben!!!!
In der A1 (auf den einfacheren Parcours) habe ich es noch gut mit den alten Techniken geschafft, und meine drei Nuller gleich hintereinander (und sogar noch ein platziertes V0 in der Zweier bei der Hallenprüfung in Wieselburg) zusammengesammelt!
Aaaber die Turnier-Parcours heutzutage!!!! Schnörksel, Wechsel, Hürden von schräg hinten, knapp zwischen zwei Hürden durch auf eine andere! Bremsen ist sowieso out! Da heisst es einfach durch.
Kurz gesagt: die WM-Quali in Perg haben Flyte und ich mit vier Dis verlassen, wobei ich auch noch froh war, wenn ich endlich wieder aus dem Parcours-Labyrinth raus durfte! Dafür habe ich einen ganzen Haufen Videos von den vielen tollen Hunden und Hundeführern machen können und bin jetzt nach vielen Jahren Agi-Pause zugunsten von Trials wieder total inspiriert, diese sportlich enorm interessanten Techniken auch zu erlernen!!!
Hier ein paar Videos von unseren Top-Handlern:
Lisa Frick und Doppel-Weltmeister Hoss:
Jumping 3.4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=Ob0yM5GTiOo
A-Lauf 3. 4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=f6aoIKajpS8&feature=related
Susi Novak (WM-Drittplatzierte 2010) mit Mawlch Minn:
A-Lauf 2. 4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=dBaSAUZbg3A&feature=related
Michi Brandstätter mit Astra Desire:
A-Lauf 2. 4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=vf8F7WiN_3c&feature=related
Marion Wildmann mit Lightspeed Antares:
A-Lauf 2.4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=5tkQ56lZvos&feature=related
Joachim mit Achinora vom Sonnigen Garten:
A-Lauf 2.4. 2011: http://www.youtube.com/watch?v=aNm_0huw5Xs&feature=related
Ausser Flyte (der bei unserer wenigen Turnier-Erfahrung noch ein ganzes Stück entfernt ist vom Quali-Standard) ist auch sein Vater und Celtic-Sohn Lightspeed Aragorn angetreten, ein bereits sehr routinierter A3–Hund, der mit seinem Michi aber leider in einige der gemeinen Fallen gestolpert ist!
Naja, eine WM-Quali muss eben aussortieren! Immerhin hält Österreich bereits zum zweiten Mal den WM-Titel!!!
Hier der Zwischenstand bis zum (geteilten) 12.ten Platz nach zwei Quali-Tagen:
1. Helmut Paulik: Beautiful Lane of Annies Paradise
2. Novak Susanne: Mawlch Minn
3. Brandstetter Michaela: Astra Desire
4. Foglar Andrea: Twister of Jennifer’s Bonfire
5. Fried Hans: Nana
6. Ulrich-Pansi Simone: Simba Lady’s Diogee of Moonstar Jumpers
7. Landkammer Robert: Avery of Austrian Starlight
8. Hirtner Verena: Liza’s Border Yazoo
9. Plenk Anna: A little Momo f Lightningborder
10. Ramoser Ilona: Ovalee Chocolate vom Beutenhof
11. Rasch Claudia; Lightspeed Evening Sky
12. Ganzi Karl-Heinz: Ashley vom Neuwirthof
12. Mladek Sonja: Rory of Jennifer’s Bonfire
12. Neumayer Sandra: Benco of Fast and Crazy Fly
Alle Hunde bis auf Nr. 6, einem Aussie, sind Border Collies. Auf Nr. 15 ist übrigens wieder ein Aussie unter den Borders zu finden. (alle Angaben ohne Gewähr, ich habe sie so gut wie möglich kopiert!)
Die WM-Quali war zweitägig mit jeweils einem verknoteten A-Lauf und einen flitzigen Jumping an beiden Tagen. Am Sonntag auch gestartet ist unsere gute Freundin und super Tierärztin Pascale mit ihrer flinken Lightspeed Candy. einer Celtic-Tochter. Pascales Lightspeed Elaine ist übrigens gerade Mutter von 7 Buben und einem Mädchen nach dem englischen Agility-Star Darleyfalls No Feer geworden. http://www.austrianstarlight.at
Avery of Austrian Starlight, Candys Sohn aus Pascales Zwinger hat bei der WM-Quali den tollen 7.ten Platz belegt!
Noch zwei Lightspeed-Enkel, die auf der WM-Quali anzutreffen waren: links die halbjährige Diva vom Sonnigen Garten, zu Besuch, rechts die tolle Achinora vom Sonnigen Garten, Tochter von Lightspeed Blitz und Lightspeed Aragorn, die unheimlich führig mit ihrem Joachim über die Parcours flitzt, aber im Moment leider ein wenig von Parcour-Pech verfolgt wird! Fly teilt mit Lightspeed Antares den 28.ten Platz
Für Lightspeed Aragorn war trotz Fehlern immerhin noch ein hoffnungsvoller Quali-Punkt übrig. Wenn er sich bei Quali Nr. 3 und 4 sehr zusammenreisst, kann vielleicht aus einer End-Quali-Teilnahme auch noch etwas werden!
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