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Floh im Stroh und Blitznäschen
Schön langsam erhärtet sich in mir der Verdacht, dass Flöhe im Stroh leben, nicht im Heu, denn sonst hießen sie Fleu, aber auch sonst nirgends, außer im Stroh. Nur so erklärt sich, warum kleine Winzlingswelpis einen Floh besitzen können, nachdem sie regelmäßig im Stroh schlafen.
Unsereins kennt das ja schon und wartet geduldig auf diesen Augenblick, um die kleinen Spingmonsterchen dann so richtig in Ruhe und ausgiebig untersuchen zu können. Und was fand man da zwischen den weichen Flaumhärchen? Jeweils einen dicken Floh. Der war schnell weggemacht. Aber dann fand man auch noch einen frischen Zeck, auch der war gleich weg. Was für ein früher Einstieg in die Schattenseiten eines glücklichen Hundelebens, aber da die beiden Duracelltierchen seit bald 2 Wochen jeden Tag auf die Schafweide mitdürfen, lassen sich diese Untiere leider nicht vermeiden.
Auch hat die kleine, freche Springbohne Gina heute ihr erstes Blitznäschen geholt. Ja, wenn Welpis nicht immer sooo schlimm wären! Nachdem auf meiner Weide z.Zt. ein kleiner Bereich mit Elektrozaun eingekoppelt ist, ich alle Hundzis, incl. Duracelltierchen, außen vor der Weide versammelt hatte, nochmals in die Weide ging, um den Strom einzuschalten, kam ich nach getaner Arbeit wieder zur Tür heraus, die großen Hunde alle brav versammelt wartend, von den Winzlingstieren keine Spur. Ich rufe, rufe, rufe, da kommt Nasenbärchen Glen angelaufen, aber wo ist die Springbohne???
Tja, plötzlich, Unruhe in der Schafherde, alle wandern den Hang herunter, und das kleine Ginatier mitten auf der Koppel und bringt mir glücklich die Schafe. Alles schön und gut, aber wie kam die kleine Springbohne i n die elektrifizierte Koppel hinein? Durch irgendein Loch, sie ist halt noch seeehr klein.
Als sie sieht, dass wir alle außerhalb der Koppel stehen, denkt sie – na gut, lauf ich halt jetzt zu den anderen – wusel, wusel, immer näher zum Zaun, ich schreie noch Nein, geh weg, Gina bremst knapp vorm Zaun aber das Nasenspitzi kommt trotzdem am Zaun an – Blitz – Aua, blöd gelaufen, ich hinein in die Koppel, rufe das Zwergi, Gott sei Dank kommt sie zu mir, ich knuddle sie und spiel mit ihr, lob sie fürs herkommen – und nach drei Minuten ist die Welt wieder in Ordnung. Aber scheinbar will sie jetzt doch nicht mehr sooo weit von uns weglaufen, denn sie bleibt lieber in unserer Nähe. Schon ganz schön viel zu erleben, für so kleine Zwergleins!
Gestern war ich bei der GV des ÖCBH und habe Darla’s Riesenpokal für den CupSieg in Trial Kl.3 abgeholt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Darla bei der Übergabe des Pokals wußte, dass der Applaus ihr galt. Jedenfalls bin ich sehr stolz auf meine Süße, die immerhin erst zarte drei Jahre alt ist. Ich wünsche ihr noch ein glückliches, gesundes, langes und aufregendes Hundeleben mit vielen Trials und vielen Schafen und auch viel Erfolg.