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1.Internationales Poigreich-Trial 5./6.09.09

Dieser Eintrag stammt von Wolfgang Am 10.9.2009 @ 16:01 In trials, Training - Hüten | Keine Kommentare

Wir haben es geschafft! Das erste Internationale Poigreichtrial ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Eine gute Idee zu haben ist immer gut, aber ohne Freunde und Begleiter ist es nicht möglich die beste Idee in die Tat umzusetzen. So möchte ich hier an erster Stelle meines Berichtes den Dank an jene Menschen richten, die an der Verwirklichung des Poigreichtrial mitgeholfen haben: Max Reichard-Martini, Herbert Nagl, Ing. Erwin Perchtold, Bgm Mag. Gernot Hainzl, Willi und Ingrid Klaffl, Eduard Reininger, den Grundbesitzern, die die Flächen zur Verfügung gestellt haben und zuletzt an all jene, die im Hintergrund mitgeholfen haben – vielen Dank euch allen.

Wir hatten ein mehrere Hektar großes Feld zur Verfügung, auf dem es möglich war eine 400m! lange Fetchdistanz zu stellen, ohne auch nur irgendwo beengt zu sein. Das Feld war wunderbar angelegt, leicht abfallend, um am oberen Ende wieder leicht anzusteigen. Gut einzusehen, trotzdem haben wir ein Handlerpodest zur Verfügung gestellt, das auch viele der Starter gerne genützt haben.

Das größte Risiko war das Wetter und ich gebe zu, dass ich Freitag, als ich in Winkl Pferch, Zäune, Absperrungen etc. aufstellte, und bis auf die Haut naß wurde, weil es den ganzen Tag schüttete, schon am verzweifeln war. Ein Trial bei Regen ist auch für uns Schaf-Naturmenschen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Aber der Wettergott meinte es gut mit uns und am Samstag Morgen war der Regenspuk vorbei und wir erlebten einen kühlen, windigen aber trockenen Samstag, der dann sogar noch sonnig wurde. Der Sonntag war sowieso ein Traum, perfekt für Trialling – sonnig und kühl – bestens für Schafe und Hunde.

Die Schafe von Willi Klaffl (Obmann der ASDS) waren sehr gut zu arbeiten und durch das große Feld gab es auch kaum Probleme, weil die Schafe keine Bezugspunkte hatten.

Wir hatten uns für einen der erfahrensten und besten Trial-Richter aus UK, Alun Jones (Wales) entschieden, der schon Freitag Abend in Winkl angekommen war. Alun besitzt selber 1900 Schafe und 12 Bordercollies und bewirtschaftet eine 185ha große Landwirtschaft.

Ich hatte im Vorfeld schon über 50 Starteranmeldungen aus ganz Europa, wobei einige kurzfristig wieder absagten, was vielleicht gar nicht so schlimm war, da wir sowieso sehr voll waren. So blieben für die Bewerbe in Kl.1 11 Starter, in Kl.2  7 Starter und in Open Class (Kl.3) 24 Starter was in Summe 42 Starter aus Österreich, Ungarn, Czechien und Holland ergab. Der Star der Starter war der Vizeweltmeister Ron Snoeck mit seiner Nell, extra aus Holland angereist. Danke Ron und Dorine für eure Teilnahme.

Der Samstag begann mit Klasse 1 bei mäßigem Wind, aber, wie wir Schafsteller bemerkten, recht guter Akustik, da wir die Kommandos bis nach hinten zum Auslaßpferch ziemlich gut hörten (immerhin ca. 460m).

Bei Klasse 2 am späten Vormittag war die Wettersituation noch besser, alles bestens am Laufen, sowohl die Hunde und Schafe als auch die Organisation. Kleinigkeiten, die am Morgen noch nachgebessert werden mussten (Stroh, Heu f. Schafe, Wasser f. Hunde etc.) waren erledigt und ich konnte auch erstmals tief durchatmen.

Klasse 3 dann ab Mittag mit den besten Hunden Österreichs, die auf dieser riesigen Distanz ihr ganzes Können zeigen konnten. Besonders wertvoll war das Trial sicher für die Teamteilnehmer bei der heurigen Europameisterschaft der Hütehunde in der Schweiz in zwei Wochen. Am Samstag freilich lagen die Holländer mit ihren Hunden in Führung und legten die Latte sehr hoch.

Der Samstag klang dann bei einem gemütlichen Zusammensein in der Schloßtaverne Greillenstein aus.

Sonntag hatten wir Kaiserwetter, einen angekündigten Frühschoppen im Festzelt, was uns dazu zwang, zuerst mit Klasse 2 und dann erst mit Klasse 1 zu starten. Gott sei Dank stellte sich dann heraus, dass die befürchtete Beeinträchtigung durch die 30Mann starke Musikkapelle nicht eintrat.

Wieder sehr schöne Läufe in allen 3 Klassen, sehr viele interessierte Besucher, die teilweise mehrere Läufe lang am Zaun lehnten und voller Begeisterung zuschauten. Viele Fragen, Interviews, Fotos, Gespräche, gutes Essen, gute Stimmung.

Ich hatte Gelegenheit mittels Mikrofon kurze Infos für die Besucher zu geben, Parcours zu erklären, Starter anzukündigen. Das kam sehr gut an bei den Gästen, so kannten sie sich aus und konnten die tolle Leistung unserer Hunde noch besser schätzen.

 [1] poigreichtrialstimmung.jpg

Als unser Bewerb um ca. 17Uhr zu Ende ging, saßen noch viele Leute im Festzelt und die beiden schönen Tage klangen angenehm und stresslos aus.

Das Feedback jener Teilnehmer und Besucher, die mit mir sprachen, kann ich als durchaus positiv bezeichnen, und es gibt konkrete Pläne das Event nächstes Jahr zu wiederholen. Bgm. Mag. Gernot Hainzl und Ing. Erwin Perchtold könnten sich dabei als treibende Kraft herausstellen, was uns natürlich sehr freut.

Einen abschließenden Dank möchte ich noch jenen Freunden aussprechen, die stets ohne zu murren, selbstlos und mit Freude und Einsatz, viele Stunden bei den Schafen hinten stehen, diese aussortieren, aufs Feld bringen und den Startern für deren Läufe zur Verfügung stellen. Egal ob Wind, Wetter oder Sonne und dabei die Läufe oft selbst nicht verfolgen können.

Danke, ohne euch würde es gar nicht gehen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es uns gelänge, nächstes Jahr ein 2.Poigreichtrial zu veranstalten, wo wir Kleinigkeiten, die heuer noch nicht optimal liefen, besser machen können und vielleicht noch einen reibungsloseren Ablauf dieser schönen Veranstaltung erreichen könnten.


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