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Sonnwiesen-Trial in Kärnten
Dieser Eintrag stammt von Synve Am 18.5.2009 @ 11:13 In trials | Keine Kommentare
Wieder ein herrliches Wochenende in einer der schönsten Gegenden von Österreich:
Trial und Kurs mit Horst Ludwig in den Bergen über Villach und dem Millstätter See! Wir haben ein paar wunderschöne Fotos, die noch upgeloadet werden müsssen!
Diesmal war es für mich kein In-der-Wiese-Lieg-und-Zuschau-Trial wie letztes Wochenende, da ich diesmal im Schafstell-Team beschäftigt war. Das gehört auch dazu- wenn nicht alle zusammenhelfen kann man keine Trials abhalten! Bei der malerische Aussicht über die Berge hinter dem Trialfeld und der hochsommerlichen Ferienstimmung macht Schafstellarbeit Spaß, und Freni konnte beim Mithelfen nebenbei lernen, WARUM man nicht immer alles geben muß (und dann zu schnell ist!): nämlich um sich selbst und den Schafen unnötige Wegzeiten und Anstrengung zu ersparen!
Die Bergschafe waren inzwischen schon einigermaßen brav antrainiert und waren von allen Hunden zu bewegen, wenn auch etwas langsam. Manche Gruppen wollten sich partout immer wieder spalten- das war bei dem allgemein vorherrschenden langsamen Marschtempo für viele unerfahrenere Hunde dann doch etwas zäh, sie Schaf für Schaf über den Parcours zu schieben. Aber Schafe können ja nichts dafür, wie sie sind, und unsere Hunde sind schließlich dazu da, mit allen Schafen umzugehen zu können!
Ein wahrhaft internationales Trial war es außerdem, denn durch die Nähe zu Italien kam Martina Bossis ganze (große!) Trainingsmannschaft zum Start. Wir hatten auch eine deutsche Starterin und einen slowenischen Starter! Alle waren in bester Laune, und da alle Hunde gut verträglich waren, konnten man sie außerhalb des Trialfelds ungehindert durch die Wiesen toben lassen!
Ich habe ja von hinten beim Schafestellen nicht jeden Lauf gesehen, aber einige Läufe sind mir speziell aufgefallen, z.B. : der heldenhafte Kl.3-Siegeslauf von Marions Meg, die eine Gruppe über den Parcours lotste, die ich beim Stellen schon als verloren aufgegeben hatte- ein Schaf wollte mir pausenlos nach links oder rechts ausreißen und war, als Meg am Ende ihres Outruns ankam, schon beinahe wieder bei ihren Kollegen im Let-Out-Pferch gelandet! Hut ab vor Meg, daß sie es nicht nur geschafft hat, das Schaf überhaupt noch umzudrehen, sondern auch, die Gruppe so zu beruhigen, daß sie einen einwandfreien Lauf anschließen konnte!
Magdalenas Dee hatte in Kl. 2 einen fantastischen Lauf am ersten Tag. Horst hatte mit uns am Kurstag daran geübt, unsere Hunde selber den Druckpunkt finden zu lassen. Und das hat Dee am Samstag erstklassig umgesetzt und toll dabei ausgeschaut. Da Hunde eben doch manchmal undurchschaubare Wesen sind (wie wir selber doch auch) fiel ihm am Sonntag dafür ein, unbedingt den Outrun kreuzen zu müssen- ob er die Schafe nicht gesehen hat oder ein anderes Ziel im Auge hatte, wird man leider nie erfahren. Nur mit viel Mühe war er dazu zu überreden, dann doch noch hinter die Schafe zu laufen. So gehts einem ganz flott, in diesem Sport- tolle Läufe, und dann geht wieder irgendetwas schief und niemand weiß, warum eigentlich! Immerhin kann dabei nur bei den Hartnäckigsten Überheblichkeit aufkommen! So genau weiß man eben nie, wie der nächste Lauf sein wird! Ich hätte Magdalena, die sich mit der Organisation des Trials viel Mühe gemacht hat, sehr vergönnt, auch zu gewinnen!
Zu meinen eigenen Hunden:
Kl.3: Meine eigene Julie habe ich zu unvorsichtig auf den rechten Outrun geschickt, und sie hat zu weit aufgemacht und sich im Nachbarfeld im hohen Gras verirrt, bevor sie dann wieder zurückkam und ich sie hinter die Schafe lenken konnte! Da gab es viele bessere Läufe von den Italienern und eben Marions Meg! Fünfter Platz für Julie, die sehr brav war und einfach Pech hatte.
Kl. 2: Zu meiner Überraschung ist die kleine verrückte Freni am ersten Platz gelandet. In diesem Fall habe ich geradezu ein schlechtes Gewissen, denn Dees erster Lauf war um Klassen besser, ebenso Martinas Homar am Samstag. Freni war wieder etwas hektisch, und wenn auf der Straße neben dem Trialfeld ein Auto oder Motorrad vorbeifuhr, machte sie mit fahrigen Zufallsbewegungen weder mich noch die Schafe sehr glücklich! Aber nachdem die Besseren am Sonntag noch mehr gepatzt haben, hat es diesmal trotzdem für den ersten Platz gereicht! Freni hat aber noch viel zu trainieren, bis sie zu einer stabilen Leistung finden wird- sie will ja sehr gern alles richtig machen und hat auch großes Talent, aber die allgemeine Hektik muß sich erst langsam bei ihr abschleifen!
Kl.1: Aslan, der Rote, war wirklich extrem brav dafür daß wir dieses Jahr erst einmal trainiert haben!! Zweiter Platz gesamt! Noch dazu hatte Horst uns die Aufgabe gestellt, trotz Kl. 1 ganz beim Pfosten stehenzubleiben, wenn wir nicht 15 Punkte verlieren wollten! Sehr tapfer marschierte Aslan die ganze Treibstrecke, obwohl wir das noch nie so geübt hatten! Ich mache mir einen Knopf ins Ohr: Aslan braucht mehr Trainingszeit, dann muß ich ihn hoffentlich nicht mehr hauptsächlich mit “Aslan” und “Down” manövrieren!! Das entspricht so nicht ganz meinem ästhetischen Anspruch!!! ![]()
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