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Seminar mit Ron Snoeck - So 15.03.09

Dieser Eintrag stammt von Wolfgang Am 22.3.2009 @ 01:13 In Training - Hüten | Keine Kommentare

Ich war ja eigentlich unglücklich, daß wieder mal an einem Wochenende 2 Events gleichzeitig stattfanden. Das Farmertrial (s. Synves Bericht) und das Seminar mit dem Vizeweltmeister in Sheepdogtrials - Ron Snoeck. Da ich mich aber nicht zerreissen kann, hab ich mich für das Seminar entschieden und war letztlich sehr froh, denn obwohl ich mit meiner Darla keine Probleme bei Trials bzw. der Schafarbeit habe, kann man immer noch was lernen. Der Sonntag fing recht unfreundlich an, ich mußte sehr zeitig aufstehen, es regnete in Strömen, ich dachte, der Tag würde buchstäblich ins Wasser fallen. Doch in Harmersdorf war ein kleines Wolkenloch und dieses Loch wurde im Laufe des Tages immer größer und ließ auch die Sonne zeitweise durch. Ich kam an, und nach einem guten Kaffee gings aufs Feld mit Ron und den, mich selbst ausgenommen, ausschließlich weiblichen Teilnehmern. Alle waren fröhlich, konzentriert, freundlich und erwartungsvoll, was denn der große Holländer sagen würde. Ron ging dann jeweils sehr individuell auf alle Hunde und deren Menschen ein und gab scheinbar gut Tips, denn ich glaube schon, daß ich Fortschritte bei dem einen oder anderen Hund bemerkte.

Ich wußte anfangs nicht, was ich ihn fragen sollte, da ich wie gesagt mit Darla sehr zufrieden bin. Er meinte ich solle sie ihm mal zeigen und so brachte sie die Schafe ans Ende des Feldes - schön kontrolliert und lief anschließend einen weiten Outrun links herum. Ron meinte, ob ich sie direkt am Outrun dirigieren könne, ohne! Stopkommando dazwischen. Natürlich haben wir bei unseren Schafen dirigierte Outruns gemacht, doch gab ich ihr immer ein “there” und anschließend die Seite. Ron meinte, das würde mich z.B. beim Continental unnötig Zeit kosten und sagte ich solle es mit ihr ohne Stop trainieren. So versuchten wir in der Nähe Zirkelübungen mit unmittelbarer Seitenänderung, ohne daß Darla näherkommen sollte. Das konnte sie tadellos, blieb auf Distanz und nahm meine plötzlichen Seitenkommandos im Laufen sehr gut an. Beim nächsten Outrun dann war sie aber so voll in Fahrt, daß sie meinen Kommandopfiff nicht hörte und so werden wir das halt noch üben.

Ron meinte, meine Kleine sei sehr gut ausgebildet und trainiert und er würde sie niemals für tägliche Schafarbeit einsetzten, dafür wäre sie zu schade. Tu ich auch nur sehr eingeschränkt. Die Hauptarbeit macht ja eh meine Zony.

Dann gings zum Mittagessen, für das Christa gesorgt hatte - Chilli con Carne - mmmmmm, lecker, das war was Feines. Nach Kaffee, Tee und Kuchen gings zur Nachmittagsrunde. Runde im wahrsten Sinn, denn einige Hunde starteten ihr Training im runden Pferch, durften shedden, an ihrer Inwork arbeiten, Balance, Abstand etc. Nachdem alle jungen Mädels und Buben dran waren, gingen wir wieder aufs Feld und Ron fragte, ob ich Supremestile-shedden wolle. Jaja, kennen wir von meinen Schafen, ich stimmte zu. Zuerst ein feiner normaler Shed, dann wieder alle zusammen und ich setzte mir als Ziel, aus der Gruppe mit ca. 15 Tieren, die drei schwarzen Schafe übrigzulassen. Die erste Hauptabtrennung ging ganz gut und schnell und bald hatten wir nur noch 5  Tiere - und da haben wir uns dann die Zähne ausgebissen, denn wie wir später herausfanden, waren das genau die 5 Racker, die sonst auch sehr gerne zusammenstehen - eine Schafclique sozusagen. Ron machte mich drauf aufmerksam, daß ich zwar recht gut shedde, aber mein Augenmerk noch mehr auf die Bewegungen und die Intention der Schafe legen sollte. Wo drehen sie den Kopf hin, wenn ich zu viel Druck mache, zurückweichen, die falschen Schafe außen rum schicken usw.

Darla war total brav und die ganze Zeit konzentriert - bin sehr glücklich mit ihr. Dann gabs noch nette Abschiedsworte von Ron und die letzte Runde Kuchen und Tee in der warmen Küche. Anschließend gings mit neuem Input wieder zurück nach Hause. Danke Kathi für die Organisation und deine Gastfreundschaft. Es war wirklich ein sehr angenehmer Tag bei euch!


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